Full text: Deutsches Baugewerks-Blatt : Wochenschr. für d. Interessen d. prakt. Baugewerks (Jg. 43, Bd. 2, 1883)

neber die neuen Schnellfilter. 
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dalbgasfenerung hat solche Mängel nicht und wird nicht nur bei 
Jrößern Zentralheizungsanlagen, resp. bei Lujst- und Heißwasser— 
heizungen mit Erfolg angewendet, sondern auch bei Porzellan— 
Defen, Malzdarren, Fiegelöfen, Braupfannen und, wie bereits er— 
wähnt bei Haushaltungsfeuerungen aller Art. Interessenten, die 
ich über das System besser informiren wollen, belieben die Be— 
chte von Dr. Ferdinand Fischer zu Hannover und des Zivil— 
Ingenteurs Bockelberg ebendaselbst. von den Erfindern der rauch— 
erneidenden Halbgasfeuerung, W. Heiser G Co., Berlin NW., 
Thürmstr. 7, welche bereits mehr als 100 derartige Einrichtungen 
zusgeführt haben und denen dieses System in 'allen größeren 
Ssaoten theils schon patentirt, theils durch Patentanmeldung ge— 
etzlich geschützt ist, zu beziehen; aus denselben ist über die Vor— 
üglichkeit des Systems das beste Zeugniß zu schöpfen. 2.W. 
Ueber die neuen Schnellfilter nach dem 
System Piefke, 
rusgeführt von der Firma: G. Arnold und Schirmer in Berlin. 
(Hierzu 4 Fig.) 
(Schluß.) 
In Fällen, in denen es sich weniger um feine Klärung, als 
im das Abfiltriren gröberer Unreinigkeiten handelt, 
vie bei Abwässern ꝛc., genügt sogar bereits ein so billiges 
Hdaterial, daß der Verbrauch pro 1000 kbim sich auf nur 20 bis 
30 Pif. stellt. Es sei hier übrigens noch darauf hiugewiesen, daß 
zur Reinigung des Filtrir-Materials weder stark gepreßtes noch 
Horher filtrirtes Wasser erforderlich ist, für diesen Zweck vielmehr 
ein verhältnißmäßig geringes Quantum des unfiltrirten Wassers 
ruusreicht. Man hat deshalb nicht, wie bei anderen Methoden, 
nothwendig, in Ruͤcksicht auf die Kosten, oder die Umständlichkeit 
der Reinigung diese letztere möalichst hinauszuschieben und auf 
sions-Verfahrens wird man nicht umhin können, der Schnellfil⸗ 
ration nach Piefke's System die folgenden Ansprüche zuzugestehen: 
.“ Fs wird durch eine mögßlichst kleine Filterflüche ein 
möglichst großer Ertrag erzielt; die an und für sich schon kleine 
Fillerfläche ist in dem denkbar geringsten Raum untergebracht. 
2. Die Reinigung des Filtrir-Mate iales erfordert wenig 
Arbeitskräfte und ist leicht und bequem auszuführen. Die Appa⸗ 
rate brauchen zum Zwecke der Reinigung nicht auseinander ge 
nommen zu werden. 
3. Herstellung, Unterhaltung und Betrieb der Filter-Anlagen 
sind mit geringsten Kosten verknüpft. 
I. Der dom Schnellfilter absorbirte Druck ist geringer als 
hei jeder anderen Filtrir-Einrichtung. 
5. Fremde Beimischnngen, unorganische wie, organische, 
werden bis zu den feinsten Organismen und jedenfalls besser als 
hei irgend welcher Filtrations-Methode, bei der höherer Druck zum 
Filtriren erforderlich ist, zurückgehalten. Das gelieferte Wasser ist 
klar und, soweit diese Eigenschaften durch Filtriren überhaupt 
diese Weise die massenhaftere 
Ansammlung und den län— 
geren Aufenthalt fanleunder 
Körper im Filter zuzulassen. 
Soll aus irgend welchem 
Brunde das Filtrir-Material 
inmal gänzlich aus dem Ap— 
arate entfernt werden, so ist 
sierzu eben so wenig als zum 
Reinigen ein Auseinander— 
iehmen des Apparates erfor— 
derlich. Man kehrt vielmehr 
einfach die Richtung desWasser⸗— 
tromes um, indem man das 
Wasser direkt in das Filter— 
gjefäß und nicht in das eigent— 
iche Zuflußrohr leitet, und 
jffnet den am Zuflußrohre 
ingebrachten kleineren Hahn. 
Die Filtrirmasse wird als— 
dann aus den Kammern her— 
nusgespilt und geht durch 
diesen Hahn ab. 
Das Einbringen frischen 
Materials geschieht wie oben 
»ereits angegeben. 
Nach dieser Vorführung 
des Apparates und des Filtra— 
erzielt werden können, geruch 
und geschmacklos. 
6. Bei der Schnelligkeit, 
mit welcher der Filtrations— 
Prozeß vor sich geht, bleibt 
die Temperatur des Wassers 
unbeeinflußt. 
Durch die beigefügten 
Skizzen wird die Anordnung 
einer Filtrations-Anlage ver— 
deutlicht. Anf beiden Seiten 
eines Reinwasser-Bassins, 
welches allein ca. 19 Am 
don der 49 Im betragenden 
Grundfläche der Filterstube 
heansprucht, sind je 6 Filter 
bon 8 Kbm stündlicher Lei— 
stungsfähigkeit aufgestellt, und 
zwar haben die Apparate aus 
eder Seite gemeinschaftliche 
Wasser-Zuleitung und einen 
gemeinsamen Ueberlauf. 
Die Zweigleitung zu 
jedem einzelnen Äpparate ist 
dermittelst eines Schiebers 
abstellbar. Die Trichter sollen 
hier ausschließlich zur Ein— 
ührung des Filter-Mate— 
I— 
MA,.—
	        

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