Full text: Deutsches Baugewerks-Blatt : Wochenschr. für d. Interessen d. prakt. Baugewerks (Jg. 45, Bd. 4, 1885)

Ländliche Villa für eine Familie. 
Ländliche Villa 
Hierzu 
Die in den nachstehenden Grundrissen und Ansichten darge— 
stellte Villa enthält für eine Familie genügende Räumlichkeiten 
und bietet derselben bei nicht zu großen Ansprüchen alle wünschens— 
verthen Bequemlichkeiten und Annehmlichkeiten. Bei den in ein— 
jach gefälligem Stil in Putzbau ausgeführten Façaden ist jeder 
Kostenaufwand für Stuckornamente und anderweitigen Luxus ver— 
nieden. 
Die Dächer werden mit guter Dachpappe eingedeckt; Dach— 
rinnen und Abfallröhren führen das Regen- und Schneewasser ab. 
Die Räume des Souterrains erhalten, statt der sonst gebräuch— 
für eine Familie. 
5 Fig.) 
Erläuterung zu den Fiauren: 
1. Grundriß des Souterrains, Fig. 1. Es bezeichnet 
in demselben: 
1) die Treppe nach dem Erdgeschoß mit Aus- und Eingang 
von und nach außen vom Podest der Treppe aus; 2) den Korrdor' 
3) die Kochküche; Hdie Speise- resp. Vorrathskammer: 5) die 
Waschküche; 6) den Bier- und Weinkeller und 7) ein geräumiges 
Zimmer für die Köchin und weibliche Dienstboten. 
2. Grundriß des Erdgeschosses, Fig. 2. Es bezeichnet 
in demselben: 
—õ ———— 
2 
lichen schweren Kappengewölbe, Decken von Trägerwellblech, zu 
velchem Zweck in den Räumen 3 und 7 GFig. 1) zwei eiserne 
Träger eingelegt werden, auf deren oberem Flansche die Wellblech— 
rafeln mit einem Ende aufliegen und dort gestoßen werden; in 
den übrigen Räumen finden dieselben ihr Auflager auf den Mauern. 
Die oberen Wellthäler werden mit Cementbeton ausgefüllt und 
mit einem Asphaltestrich überzogen; auf diesen werden die Fuß— 
bodenlager gestreckt und darübe. die Dielen verlegt. Der hierdurch 
ntstehende hohle Raum zwischen Dielung und Estrich dient zur 
Ventilation und macht jede Schwammbildung, sofern zu den Fuß⸗ 
»öden gutes trockenes Holz verwendet wird, nahezu unmöglich. 
Die Zwischenbalkendecken der beiden Geschosse erhalten halbe 
Windelböden und werden unterhalb verschaalt, gerohrt und geputzt. 
Der übrige innere Ausbau wird so ausgeführt, wie dies in besseren 
ürgerlichen Wohngebäuden gebräuchlich ist. 
1) den Eingangsflur; 2) ein Vorzimmer; 3) zwei Wohn— 
zimmer; 4) die Bibliothek resp. das Arbeitszimmer des Herrn: 
5) die Treppe nach dem oberen Geschoß, von dem oberen Podesi 
dieser Treppe aus gelangt man nach dem Kloset; 6) den Balkon. 
3. Grundriß des oberen Geschosses, Fig. 3. Es 
hezeichnet in demselben: 
1) die Treppe nach dem Dachboden und der obersten Etage 
hes Treppenthurmes; 2) ein Vorzimmer; 3) ein Garderoben- und 
Toilettenzimmer; 4) zwei geräumige Schlafzimmer; 5) ein Gast 
zimmer; 6) ein Badezimmer und 7) den Balkon. 
Die Dachetage enthält außer zwei Kammern nur den Trocken 
hoden. 
4. Die Façaden, Fig. 4 und 5, bedürfen keiner weiteren 
Erklärung. 
Durch Einhaltung einer strengen Sparsamkeit bei dennoch
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.