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Bautechnische Nolizen.
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nebrte und verbesserte Auflage mit einem Atlas von 8 gFolietafeln,
thaltend 89 Abbildungen. Weimar, 1887. Verlag von Bernhard,
Friedrich Voigt.
Die Anlage von Blitzableitern, welche bei der durch die Statistik
estgestellten Zunabme der Blitzgefabr eine immer größere Wichtigkeit
rlangt, wird in dem außzererdentlich handlich eingerichteten Werkchen
furz, äber dabei dech gründlich bebandelt, so daß sich letzteres wohl
Is Lehr und Rachschlägebuch für Bautechniker, Bauunternebmer und
dausbefitzer eignet. Auch die Thatsache, das bereits eine dritte Auf—
age erforderlich wurde, dürfte für die praktisch erprobte Brauchbarkeit
X Buchnei'schen Buches sprechen. Ven besenderem Vortheil für
insere Lefser duͤriten die kurzen, aber erschöpfenden Mittheilungen über
zie Koften von Blitzableiter Anlagen, sowie die speziellen Bedingungen
suͤr die Herstellung derselben sein. Durch Beifügung eines erschöpfenden
Aphabetischen Inbaltsverzeichnisses ist die Ueberüchtlichkeit beim Nach—
Wlagen wesentlich erböbht. Wir können das Werkchen all Denjenigen,
die sich mit diesem Gegenstande zu beschäftigen haben, bestens em—
»feblen. Die Ausstattung, namentlich die Ausführung der Zeichnungsalätter,
ist eine durchaus gediegene.
Repetitorium aus Geometrie und Mechanik für Schüler und
Abiturienten der Bauschulen von J. Kramerius, k.k. Professor an der
Staats-Gewerbeischule zu Czernowitz. Wien 1887. Werlag von
A. Pichler's Wittwe und Sohn.
Das verliegende Buch will den an Bauschulen Studirenden ein
urzgetaßtes Hilismittel für die nöthigsten Disziplinen der Geometrie
ind Mechanik bieten, welches in der Studienzeit als Leitfaden, für
die erste Praris als eiserner Wissensvorrath zu dienen hat, wo dem
Anfänger eine ersprießliche Benutzung umfangreicherer, gediegener, aber
sostipieligerer Bauhandbücher verwehrt ist. Der Text wurde dabei auf
das Allergeringste beschränkt, um dem Einübenden eine stete schnelle
Drientirnug zu ermöglichen. Aber nicht nur für die Schule, sondern
zuch für die Praris wird das Werkchen stets seine guten Dienste leisten,
at sich doch auch Herr Professor E. Dietrich an der technischen Hoch—
chule bei Berlin über dasselbe dahin geäußert, daß derlei kurzgefaßte
Zusammenstelluugen für die Männer der Praxis mehr Werth haben,
ils langatbmige Abhandlungen. Das hübsch und handlich in Leinen
Jebundene Werkchen sollte auf dem Schreibtisch keines Technikers fehlen.
nerksam gemacht, daß ein Mörtel aus Lehm oder Thon mit Zuckerrüben—
vrup (Melasses fewohl für Feuerungsanlagen, als auch zur Umhüllung von
Dampfleitungsröbren sehr zu empfehlen sei Ich selbst habe mit dieser
Hischung schon seit fürfundzwanzig Jahren die besten Erfolge erzielt. Wird
er Lehm-Syrup; Mörtel glühend, so findet zunächst eine Verkohlung des in
bin enthaltenen Zuckers statt, nach und nach verschwindet, verbrennt der
doblenstoff und die in der Melasse enthaltenen Salze (namentlich Kali-,
aun auch Natrou-, Kalk- und andere Salze) wirken als Sinterungsmittel
uf die Bestandtheile des Lehms oder Thons und theilweise auch der Mauer—
teine. — In den thüringischen Theerschwelereien überzieht man vielfach das
Nauerwerk der Retortenöfen auch äußerlich mit einem Abputz aus Syrup⸗
Mörtel, um es durchaus luftdicht zu machen; alljährlich wird dann dieser
Abputz mit verdünnter Melasse überpinselt. Dampfrohrumhüllungen lasse ich
n der Weise herstellen, daß geflochtene Strohseile durch einen ziemlich steifen
Brei, aus Lebm und Syrup bestebend, gezogen und möglichst mit demselben
mprägnirt und dann sogleich um die Dampfrohre gelegk werden. Wird das
Rohr durch Einlassen von Dampf erwärmt, so trocknet die Masse ziemlich
chnell Man macht dann noch einen bis drei Ueberzüge aus Syrnp-Lehm,
ie man mit den Händen auftragen und durch ein Ziehbrett glätten und
unden läßt. Ist der letzte Ueberzug trocken, so giebt man noch einen oder
inige Anstriche von verdünntem Syrup. Das Stroh verkohlt unter dem
Fiuftusse der anhaltenden Wärme des Dampfes nach einiger Zeit, und an
einer Stelle bleiben kleine Hohlräume zurück, welche der Umbüllung die
Figenschaft eines schlechten Wärmeleiters in hobem Grade verleihen. Die
derstellung des Syrup- oder Melasse-Mörtels ist einsach: Der Lehm oder
dhon wird gepulvert oder doch möglichst fein zerkleinert; der Syrup wird
twa zu i oder zu 1 mit heißem Wasser innig gemischt und so dem Lehm
der Thon zugegeben. Der Rübensyrup (die Melasse) ist meist zu einem
ehr mätziaen Preise von den Zuckerfabriken zu beziehen.
Schutz gegen Blitzschlag bei großen, mit Eisenkonstruktionen
ersehenen Gebänden. Der fraänzösische Unterrichtsminister hatte eine
ür die Gegenwart höchst bedeutungsvolle und für die jetzigen Verhältnisse
ehr wichtige Frage der Akademie der Wisseuschaften zur Beantwortung vor—
elegt, nämlich: „Die Erziclung der moͤglichst größten Sicherheit gegen
zZlißzschläge bei großen Bauten, bei welchen große Eisenkonstruktionen au—
ewendet werden.“ Die diesbezügliche Antwort der gelehrten Gesellschaft
autete dahin, daß es vor Allem unumgänglich notbwendig ist, die Leitungen
nit den in den betreffenden Gebäuden befindlichen größeren Eisenmassen in
Lerbindung zu setzen. Will man ein Gebände mit Eisenkenstruktien gegen
Zlitzschlag'möglichst sichern, daun müssen nicht nur die Eisenkonstruktion
m Daché, sondern auch das Stiegenbaus, Gas- und Wasserleitungsrohre,
owie Heizapparate und andere Konstruktionstheile mit der Leitung verbunden
verden. Man müsse schließlich genau darauf achten, daß die ableitenden
kisenstangen in einem mit Wasser stets gefüllten Brunnen enden, da eine
eitung, in trockener Erde endend, gar keinen Nutzen und Erfolg bietet.
Bei Anlage der Fusiböbden von Badestuben in Wohnräumen
vird meist eine kleine Vorsicht außer, Acht gelassen, wodurch zuweilen ver—
ängnißvolle Folgen eiutreten. Es giebt dafür nach der „Rheinischen Bau—
ach-Zeitung“ ein sehr einfaches, aber auch durchaus sicheres Mittel: Man
ege die wasserdicht hergestellten Fußböden (Asphaltestrich) einige em tiefer,
Ils die Böden der umgebenden Räume und dichte den durch die Vertiefung
ich ergebenden Rand forgfältig gegen die Umfassung ab, wobei natürlich die
lbdichtung auch unter den Thürschwellen durchzuführen ist. Bei Asphalt—
oden wird dies durch Aufkantung des Estrichs (in den Umfassungen bündig
nit dem Putz) am Zweckmäßigsten erreicht. Soll über dem Asphalt noch
ine Lage dekorativer Platten angebracht werden, so muß natürlich die Ver—
iefung so weit geben, daß auch deren Oberfläche tiefer liegt, als die um—
sebenden Fußböden, sodaß sich ein Becken bildet, welches bei etwaiger Ver—
topfung des im Fußboden liegenden Waiseryerschlufses genügt, um den In—
dalft einer Raaune Jufunehunest
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Sammlungen von Bestimmungen für die Eisenbahnen Deutsch—
ands, durchgeseben im Reichs-Eisenbahnamt, Berlin 18857. Verlag
»en Ernst und Korn (Wilh. Ernst). Zwei Hefte enthaltend:
Gesetz, betreffend die Beseitigung von Ansteckungsstoffen bei Vieh—
zeförderungen auf Eisenbahnen vom 25. Februar 1876.
Bekanntmachung, betreffend die Ausführung des Gesetzes vom
25. Februar 1876 über die Beseitigung von Ansteckungsstoffen bei
Viebbeförderungen auf Eisenbahnen vom 20. Juni 1886.
Bestimmungen über die Verladung und Beförderung von lebenden
Thieren auf Eisenbahnen vom 13. Juli 1879.
Bestimmungen, betreffend die technische Einheit im Eisenbahn—
vesen vom 17. Februar 1887.
Vorsschriften über die zollsichere Einrichtung der Eisenbahnwagen
m internationalen Verkebr vom 12. März 1887.
In ihrer Ausstattung zeigen die Hefte die bei der Verlagshandlung
»on Ernst und Korn gewohnte noble Gediegenheit, —w
Wie schützt man sich vor Schaden bei An- und Verkauf von
Hrundstücken, sowie im Hypothekenverkehr, nebst einem Anhange,
enthaltend: Formukare zu Kauf-Tausch- Mieths- und Pacht-, sowie
Bau-Verträgen mit Erläuterungen. Aus der Geschäftspraxis ent—
iemmen von Dr. jur. Julius Hoffmann. Zweite Ausgabe Werlin 1887.
Herlag von August Boettcher.
Das Buch enthält manche beachtenswerthe Winke für Bau—
internebmer und wird daber seinen Iweck, dieselben vor Schaden beim
Hrundstücks- und Hypothekengeichäft zu wahren, in vielen Fällen er—
üllen. Eine willkommene Beigabe bildet dabei der Anhang mit jeinen
Vertragsmustern und deren Erläuterungen.
—s dürfte jedoch der Verlagsbandlung für die Folge zu empfehlen
sein, der Ausstattung ihrer Erscheinungen mehr Aufmerksamkeit zu
vidmen. Das gewäblte Papier dürfte für ein häufig zu benutzendes
Nachschlagebuch nicht die genügende Widerstandsfähigkeit bieten, auch das
Fartenniren mittels Drabtzwingen ist durchaus in der hier gewählten
Weise zu verwerten, da der Leser bei dem Versuch, das Heft voll auf—
uschlagen, die Blätter an der Heftstelle einreißen muß. a
NReinigung von Abzugsröhreu. Der Nr. 3 des „Scientifie
American“ entnehmen wir folgende Methode zur Reinigung verstopfter
Abzugsröbren: In den von den Häusern in die Kloaken führenden Abzugs-—
öbren findet eine beständige Ansammlung von fettigen und schmierigen
Bestandtheilen statt, die, als Flüssigkeiten eintretend, beim Erkalten des
Wassers erhärten und sich am Boden und an den Wänden der Röhre an—
etzen, bis durch ihr Anwachsen der Wasserzufluß immer spärlicher und end—
ich die Röhre ganz verstopft wird. — Ist dieser Fall eingetreten, so ent—
eere man zuerst die Röhre bis zur Fallklappe durch Auswischen mit einem
Tuch so gut als möglich. Dann fülle man sie mit Pottasche au und gieße
twas heißes Wasser darauf, höre aber sofort auf, wie die Röhre gefüllt
rscheint. In dem Maße, als sich die Pottasche löst und verschwindet,
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Zottasche über der Oeffnung aufrichten und soviel Wasser darüber gießen,
daß wäbrend der Nacht ein Vorrath starker Lauge in die Röhre fließt. Auf
iese Weise können Röhren, die monatelang verstopft waren, gereinigt werden;
illerdings erfordert es drei bis vier Pfund Pottasche, doch ist die geringste
Zorte ebenso tauglich, als die beste. Ist die Röhre nur theilweise verstopft,
o fülle man den eberen Theil der Röbre mit Pottasche und lasse heißes
Wasser darauftropfen. Pottasche übt eine äußerst zerstörende Wirkung auf
ille animatischen und die meisten pflanzlichen Stoffe, und eine öftere An—
vendung ebigen Verfabrens auch zur Reinbaltuna der Röhren wäre daher
ehr zweckmähig und wünscheuswerth,
Gerüst-Taue sollen gegen Einfluß der Atmosphäre geschützt werden
önnen durch eirca vier Tage langes Einweichen in eine Lösung von
dupfersulfat (209 Gramm, pro Liter Wassers. Nach erfolgter Trocknung
aben die Taue eine genügende Quautität Kupfersulfat absorbirt, um be—
onders gegen Ungeziefer und Fänlniß geschützt zu sein.
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Bautechnische Notizen.
Lehm-Syrup-Mẽörtel. In Beantwortung einer bezüglichen Frage
äßt sich in der „Teutschen Topferz und Zieglerzeitung“ ein Ungenannter
vie folat ans: „Bei verschiedenen Gelegenbeiten bahe in schen ditquf anf,
nedattion: RMattheysin Verlin — Berlaa von Julius Engelmann in Berlin. — Druck der Volks-Keitung“. Act-Ges. in Berlin
Unier Veraniwortlichkeit bhes Verseders1