IV. Die Zähre 1837—1836.
Jn diese beiden Jahrzehnte fallen die verschiedenartigsten Ereignisse,
die mehr oder weniger auch auf die Museumsgesellschaft
von Einfluß waren. Zunächst die großartigen Sestlichkeiten, die sich
in Stuttgart abspielten, wie 1859 die Enthüllung des Schillerdenkmals,
1840 das Buchdruckerfest, 1841 die 25jährige Regierungsfeier
König Wilhelms I., und sodann die stürmischen Jahre 1848 und 49.
Daneben fielen in diesen Zeitraum die Eröffnung der Eisenbahn im
Jahr 1846, die Errichtung des elektrischen Telegraphen im Jahr 1848,
die Einführung der Gasbeleuchtung im Jahr 1845, sowie der Übergang
der Post aus der Thurn- und Taxisfchen Verwaltung an den
Staat Württemberg im Jahr 1851; Einrichtungen, die für Stuttgart
durch den damit verbundenen Um- und Aufschwung von epochemachender
Bedeutung wurden.
Das Jahr 1837 brachte einen Garnisonswechsel, da an Stelle
des 7. das 5. Infanterieregiment nach Stuttgart verlegt wurde. Dies
hatte zahlreiche Aus- und Cintrittserklärungen von Offizieren zur
Solge, die, wie auch früher und später, von der Vergünstigung, als
außerordentliche Mitglieder und Monatsabonnenten zugelassen zu
werden, vielfach Gebrauch machten, und häufig nur auf kurze Zeit,
nur für die Sommer- oder Wintermonate, sich als Monatsabonnentcn
aufnehmen ließen. Bei Garnisonswechsel wurden gewöhnlich
die Offiziere für die erste Zeit ihres Hierseins zu unentgeltlichem
Besuche während einem bis zwei Monaten eingeladen, um die Einrichtungen
des Museums kennen zu lernen. Im Sommer 1857
waren zu den Tanzunterhaltungen auf der Silberburg auch drei
adelige Offizierszöglinge zugelassen worden, allein „ihre Unteroffiziers