Full text: Programm der könglichen polytechnischen Schule zu Stuttgart (1840)

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Zweiter Curs. 
1) Im Winterhalbjahr wöchentlich 4 Stunden. 
Orthogonale Entwerfung gegebener Punkte, Linien 
und Flächen im Raume. Aufgaben über diese in Hinsicht 
auf ihre gegenseitige Lage und Verbindung. Vom Um 
schlagen. Durchschnitte ebensiächiger Körper durch Ebe 
nen und unter sich. Von den ebenen und doppeltgekrümm 
ten Curven, ihren Tangenten und Normalen. Erste 
Begriffe von Erzeugung, Durchdringung und Berührung 
der einfachsten krummen Flächen, wie Cylinder, Kegel, 
Kugel und Umdrehungsflächen. 
2) Im Sommerhalbjahr, wöchentlich5 Stunden. 
Licht- und Schat ten lehre. Theorie der Schat 
ten für geometrische Zeichnungen, bei parallelen Strah 
len. Trennungslinien von Schatten und Licht. Umriffe 
der Schlagschatten; graphische Gnomonik. Schattenbe- 
stimmung bei divergirenden Lichtstrahlen; Halbschatten; 
höchstes Licht. 
Dritter Curs. 
1) Im Winterhalbjahr, 4 Stunden wöchentlich. 
Die Flächen vom zweiten Grade. Erzeugung der 
abwickelbaren und windschiefen Flächen, deren Berüh 
rungsebenen und Normalen. Durchschnitte von Linien, 
Ebenen und Flächen mit Flächen. Schraubenlinie und 
Schraubenflächen. 
2) Im Sommerhalbjahr, 5 Stunden wöchentlich. 
Perspective. Geometrische Perspective nach der 
allgemeinen Methode; Methode der Convergenzpunkte, 
bei Annahme einer senkrechten oder geneigten Tafel. 
Methode der perspektivischen Netze. Theater- und Vo 
gelperspektive. Panorama. Von den mechanischen Hilfs 
mitteln zu perspektivischen Zeichnungen. — Anamor- 
phosen. — 
Vierter Curs. 
1) Winterhalbjahr, wöchentlich 2 Stunden. 
Von den Hüllflächen. Erweiterung der Theorie der 
abwickelbaren und windschiefen Flächen — Kürzeste Cur 
ven, welche 2 Punkte einer Fläche verbinden. Krüm 
mungsgesetze von Curven doppelter Krümmung und von 
Flächen. 
2) Sommerhalbjahr, wöchentlich 4 Stunden. 
Isometrische Entwerfung. Stereotomie. Ergän 
zungen der Schattenlehre und Perspective. Reflere und 
Abspiegelungen, Luftperspective, malerische Perspective 
mit Uebung im Laviren. Ercursionen. 
II. Physik. 
Curs zweijährig. 
Im dritten und vierten Curs. 
Dritter Curs. 
In 5 wöchentlichen Stunden. 
Win terhalb jähr. 
Einleitung. Gegenstand und Eintheilung der 
physikalischen Wissenschaften. 
1) Allgemeine äußere Eigenschaften 
der Körper. 
Ausdehnung, Undurchdringlichkeit, Porosität, Theil- 
barkeit, Beweglichkeit, Schwere. Wiederholung der in 
der Elementarmechanik entwickelten und als bekannt vor 
ausgesetzten Hauptsätze über Gleichgewicht und Bewegung 
fester und flüßiger Körper, begleitet von Experimenten 
und Beschreibung der auf diese Gesetze sich gründenden 
physikalischen Instrumente, in folgender, auf die oben 
gegebene Eintheilung der Mechanik, sich beziehenden Ord 
nung :
	        

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