Full text: Programm der könglichen polytechnischen Schule zu Stuttgart (1840)

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H. Geometrische Fächer. 
Im ersten, zweiten und dritten Curs. 
Erster C u r S. 
Ebene Geometrie (wiederholungsweise), S t e- 
reometrie und ebene Trigonometrie in zwei 
Abtheilungen, wöchentlich 9 Stunden. 
Winterhalbjahr. Wiederholung der wichtig 
sten Sätze der ebenen G e o m e t r i e und Erweiterung 
derselben; ausführliche Behandlung der K reis r ech nun g; 
— dann Stereometrie mit besonderer Rücksicht auf 
praktische Anwendung. 
Sommerhalbjahr. Ebene Trigonometrie 
und P o lyg o n om etri e mit Anwendungen. 
Zweiter Curs. 
1) Anwendung der Algebra aus G e o m e- 
tr i c, als Vorbereitung auf die analytische Geometrie, be 
sonders die regulären Polygone, das Dreieck und Vier 
eck umfassend; wöchentlich 1 Stunde. 
2) Sphärische Trigonometrie wöchentlich 
2 Stunden, mit Anwendung derselben auf Stereometrie, 
mathematische Geographie, praktische Geometrie, Gno- 
monik und die ersten Elemente der sphärischen Astronomie. 
3) Praktische Geometrie, im Winterhalb 
jahr wöchentlich 1 Stunde und im Sommerhalbjahr wö 
chentlich 6 Stunden mit Ereursionen. 
Kenntnis; der verschiedenen Längen-, Flächen- und 
Körpermaße und Verwandlung derselben; verjüngte Maß 
stäbe; Ausstecken und Messen der Linien; Messen unzu 
gänglicher Distanzen; Anwendung des Distanzenmessers. 
Punktebestimmen mit dem Meßtische; Aufnahmeder Gren 
zen und Flächen mit der Kreuzscheibe, dem Meßtische und der 
Bouffole. Flächeuberechnung und Vcrthcilung. Berichti 
gung der hiezu erforderlichen geometrischen Meßinstrumente. 
Dritter E u r 6. 
1) A n a l y t i sche G e om c t r i e, wöchentlich 3 
Stunden. 
a) Lage der Punkte und Linien in der Ebene; Glei 
chungen derselben. Transformation der Coordina- 
ten. Lehre von den Curven, besonders den Kegel 
schnitten und andern in Künsten und Gewerben nütz 
lichen krummen Linien, als Ergänzung des geome 
trischen Zeichnens. 
1>) Lage von Punkten, Linien, ebenen und krummen 
Flächen im Raume; ihre Gleichungen. 
Dieser zweite Theil der analytischen Geometrie ent 
hält die nothwendigen analytischen Ergänzungen der dar 
stellenden Geometrie. 
2) Praktische Geometrie, im Winterhalbjahr 
wöchentlich 1 Stunde und im Sommerhalbjahr wöchent 
lich 3 Stunden mit Ereursionen. 
Kenntniß der Winkelmeßinstrumente; Berichtigung 
ihrer Fehler; Nonius; Winkelmessen; Centriren der Win 
kel. Trianguliren mit dem Theodolit. Höhenmcssen mit 
Winkelmessern und mit dem Barometer. Nivelliren und 
Markscheiden. 
C. Mechanische W issen sch asten. 
Curs dreijährig. 
Im zweiten, dritten und vierten Curs. 
Zweiter Cur 6. 
Elementarmechanik, d. h., Lehre vom Gleich 
gewicht und von der Bewegung, so weit sie mit Hilfe 
der ebenen Geometrie, Stereometrie und der ebenen und 
sphärischen Trigonometrie begründet werden kaun. — 
Wöchentlich 4 Stunden.
	        

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