Volltext: Programm der könglichen polytechnischen Schule zu Stuttgart (1840)

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I. Statik, oder Lehre vom Gleichgewicht. 
3) Allgemeine Statik. 
Zusammensetzung und Zerlegung der Kräfte. Be 
dingungen des Gleichgewichts. 
b) Statik fester Körper. 
Schwerpunkt. Theorie der einfachen Maschinen. 
Das Seilpolygon und die Kettenlinie. 
Elementares über die Lehre von der Festigkeit der 
Körper und über die Hindernisse der Bewegung. 
Anwendungen der Statik auf die Lehre von der Sta 
bilität und auf die Theorie der einfachsten Holz-, 
Metall- und Steinverbindungen. 
c) Hydrostatik, oder Lehre vom Gleichgewicht 
tropfbar flüssiger Körper. Druck auf die 
Gefäßwände; der Auftrieb; das Schwimmen. Spe 
cifisches Gewicht. 
6) Aerostatik, oder Lehre vom Gleichgewicht 
elastisch flüssiger Körper. Mariotte'schesGe 
setz. Atmosphärendruck. Barometer. Spannkraft 
der Dämpfe. 
II. Dynamik, oder Lehre von der Bewegung. 
g) Allgemeine Dynamik. 
Begriffe von Bewegung und Zusammensetzung von 
Bewegungen, von bewegenden und beschleunigenden 
Kräften und ihrem Maße. 
b) Dynamik fester Körper. 
Gleichförmig beschleunigte Bewegung der Körper. 
Bahn geworfener Körper. Centralbewegung und 
allgemeine Schwere. Schwungs- und Umdrehungs 
bewegung um feste Aren und Punkte. Lehre vom 
Stoße fester Körper. 
c) Hydraulik, oder Lehr e von der Bewegung 
tropfbar flüssiger Körper. 
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Ausfluß des Wassers aus Gefäffen unter verschie 
denen Umständen. Bewegung des Wassers in Röh 
ren und Kanälen. Vom Wasserstoße. 
<3j Aerodynamik, oder Lehre von der Bewe 
gung elastisch flüssiger Körper. 
Ausfluß verdichteter Gase aus Behältern; Betve- 
gung derselben in Röhren, Seitendruck und Stoß. 
Dritter Curs. 
Maschinenkunde, wöchentlich 4 Stunden. 
Dieser Unterricht setzt die Elementarmechanik als 
bekannt voraus. Nach der bestehenden Einrichtung der 
Anstalt ist der Zweck dieses Unterrichts nicht sowohl 
Einführung in die Technik des Maschinenbaus, als ge 
naue, mathematisch begründete Kenntniß der hauptsäch 
lichsten Maschinenorgane, deren Verbindung zu Maschi 
nen; Berechnung ihres Effects mit Rücksicht auf alle för 
dernden und hindernden Umstände und Anwendung der 
hiebei aufgestellten Regeln auf die wichtigsten, wo mög 
lich selbst angeschauten und aufgenommenen Maschinen. 
Gang des Vortrags. 
Einl eit ung. Definition und Zweck der Maschi 
nen. Chronologische Charakteristik der verschiedenen in 
Künsten und Gewerben bisher angewandten bewegenden 
Kräfte. 
A. Allgemeiner Theil. 
1) Von der Bewegung und ihren Hindernissen. Theo 
rie der einfachsten Maschinen mit Rücksicht auf diese 
Hindernisse. 
2) Von den einfachen Organen der Maschinen, oder 
von den Mitteln Bewegungen zu verwandeln, fort 
zupflanzen, zu reguliren und zu hemmen. 
3) Anwendung der Lehre von der Festigkeit der Ma- 
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