Volltext : Programm der Königlich Württembergischen Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Jahr 1872 auf 1873 (1872)

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Bangeschichte  I  (des  Alterthums).
2  Stunden:  Professor  Reinhardt.
Mit  besonderer  Berücksichtigung  der  griechischen,  etruskischen ­
  und  römischen  Bauweise.
Baiigeschiclite  II  (des  Mittelalters  und  der  Renaissance).
2  Stunden:  Professor  Reinhardt.
Mit  besonderer  Berücksichtigung  der  romanischen  und  gothischen
  Bauweise.
Übungen  zu  Baugeschichte  I.  und  II.
Je  4  Stunden:  Professor  Reinhardt.
Graphische  Darstellung  baulicher  Anlagen  und  Details  der
betreffenden  Periode,  mit  Verarbeitung  des  auf  den  Excursionen
gewonnenen  baugeschichtlichen  Materials.  Skizziren  der  wichtigsten ­
  Bauten  und  Bauformen.
Bauformenlehre.
2  Stunden  Vortrag,  2  Stunden  Übungen:  Professor  Reinhardt.
Als  Vorschule  zum  Entwerfen.
Entwerfen  I.
6  Stunden:  Baurath  Tritscliler.
Aufgaben  nach  gegebenen  Programmen.
Entwerfen  II.
12  Stunden:  Oberbaurath  Leins.
Aufgaben  nach  gegebenen  Programmen.
Perspective  I.  und  II.
In  zwei  auf  einander  folgenden  Kursen  zu  je  2  Stunden:
Gothische  Konstruktions-  und  Formenlehre.
2  Stunden  privatim:  Assistent  Steindorff.
Zeichenübungen  im  gothischen  Style.
4  Stunden,  privatim:  Assistent  Steindorff.
Baurecht
s.  »allgemein  bildende  Fächer«.
Jeden  Monat  wird  den  Studirenden  der  Baukunst  eine  Konkursarbeit ­
  gegeben,  welche  in  Einem  Tage  zu  fertigen  ist,  von
den  Architekturlehrern  gemeinschaftlich  beurtheilt  und  mit  den
Studirenden  besprochen  wird.

7,  Zeichnen  und  Modelliren.

Freihandzeichnen.
Im  Winter  8,  im  Sommer  (1  Stunden  mit  Exkursionen:  Professor  Kurtz.
Figurenzeichnen  nach  Gyps,  Landschaftszeichnen  nach  Vorlagen ­
  und  nach  der  Natur,  in  Umriss  und  schattirt,  mit  Kreide,
Blei,  Feder,  Tusch  und  mit  Fai’ben  ausgeführt.
Für  solche  Studirende,  die  den  Zeichenunterricht  in  ausgedehnterer ­
  Weise  besuchen,  oder  solche,  die  sich  der  Kunstindustrie ­
  widmen  wollen,  sind  weitere  Stunden  in  Aussicht  genommen.
Ornameuteuzeichneu  und  Modelliren.
In  3  Abtheilungen  zu  je  6—8  Stunden:  Professor  Kopp.
Zeichnen  von  Ornamenten  nach  Abgüssen  und  nach  der  Natur ­
  ;  Entwerfen  von  Ornamenten.  —  Modelliren  nach  eigenen
oder  fremden  Entwürfon  in  Wachs  und  Thon.
Die  speciellen  Zeichnenfächer  für  Mechaniker,
Ingenieure  und  Architekten
s.  unter  Ziffer  4,  5  und  6.
Sämmtliche  Zeichnungssäle  sowie  der  Modellirsaal  sind  für
die  betreffenden  Studirenden  den  ganzen  Tag  über  offen.

8.  Allgemein  bildende  Fächer.
Geschichte  Deutschlands  im  Bevolutionszeitalter
1786-1815.
2  Stunden:  Professor  Denzel.
Geschichte  der  antiken  Kunst.
Im  Wintersemester  3  Stunden:  Professor  Dr.  v.  Lübke.
Malerei  des  17.  Jahrhunderts.
Im  Wintersemester  2  Stunden:  Professor  Dr.  v.  Lübke.
Deutsche  Malerei  von  van  Eyck  bis  Dürer  und  Holbein.
Im  Sommersemester  3  Stunden:  Professor  Dr.  v.  Lübke.
Erklärung  der  plastischen  Denkmäler  in  der  Sammlung ­
  des  Staats.
Im  Sommer  2  Stunden:  Professor  Dr.  v.  Lübke.
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