Full text: Programm der Königlich Württembergischen Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Jahr 1876 auf 1877 (1876)

30 
31 
Mikroskopische Übungen. 
Ein Nachmittag: Professor Dr. Aliles. 
Sie setzen den Besuch der botanischen Vorlesungen voraus. 
Im Wintersemester vorzugsweise für Pharmaceuten als Er 
gänzung der pharmakognostischen Vorlesung. Gebrauchsanwei 
sung des Mikroskops und praktische Verwerthung der anatomi 
schen Beschreibungen. Anfertigung von mikroskopischen Prä 
paraten. 
Im Sommersemester: Mikroskopische Untersuchungen von ^ 
Pflanzentheilen als Repetition der Anatomie. Untersuchungen 
von Nahrungsmitteln, Gespinnsten etc. Kryptogamische Pflanzen. 
Pharmaceutische Chemie. 
2 Stunden: Professor Dr. Schmidt. 
Der Vortrag über Darstellung, Eigenschaften, Prüfung und 
medicinisch-pharmaceutische Anwendung der officinellen chemi 
schen Präparate mit Zugrundlegung der »Pharmacopoea Ger 
manica« setzt Kenntnisse in der allgemeinen Chemie voraus. 
Toxikologie. 
Im Sommer 2 Stunden mit Demonstrationen: Professor Dr. Schmidt. 
Mit der Anleitung zur chemischen Ausmittlung der Gifte, 
sow r ohl der mineralischen als der pflanzlichen, wird eine kurze 
Beschreibung der Wirkung der einzelnen Gifte- auf den thieri- 
schen Organismus, der Behandlung Vergifteter und der Anwen- -J* 
düng von Gegengiften verbunden. Kenntnisse in chemischer 
Analyse werden vorausgesetzt. 
Geognosie. 
Im Winter 4 Stunden: Professor Dr. Eck. 
Geognostische Excursionen 
in Verbindung mit Vorträgen über Geognosie des südwestlichen 
Deutschlands. 
Im Sommer 3 Stunden: Professor Dr. Eck. 
Zu den grösseren Excursionen werden in der Begel die Pflngstferien und die 
Feiertage benützt. 
Die zur Theilnahme an den Excursionen erforderlichen mi- 
neralogischen und geognostischen Vorkenntnisse sind in einer 
am Anfänge des Semesters abzulegenden Prüfung nachzuweisen. 
Mineralogie. 
Im Sommer 5 Stunden: Professor Dr. Eck. 
Mineralogische Übungen. 
Im Sommer 2 Stunden: Professor Dr. Eck. 
Anleitung zur Untersuchung und Bestimmung der Mineralien 
nach ihren physikalischen Eigenschaften oder nach ihrem Ver 
halten vor dem Löthrohre, mit besonderer Hervorhebung der 
technisch und metallurgisch wichtigen einfachen Mineralien und 
der Felsarten. 
Y er steinerungskunde. 
Im Winter 2 Stunden: Professor Dr. Eck. 
Experimentalphysik. 
Im Winter 4, im Sommer 3 Stunden: Professor Dr. v. Zech. 
Repetition 2 Stunden: Repetent Dietrich. 
Nach Eisenlohrs Lehrbuch der Physik (neueste Auflage). 
Der Vortrag setzt nur die Kenntniss der Elementarmathematik 
voraus. 
Physikalische Übungen. 
2 Nachmittage: Professor Dr. v. Zech. 
Die Studirenden erhalten Anleitung zu eigenen Beobach 
tungen. 
Meteorologie. 
Im Sommer 2 Stunden: Professor Dr. v. Zech. 
Theorie der Wärmevertheilung auf der Erdoberfläche bei 
gleicher Bedeckung. Winde. Wolkenbildung. Niederschlag.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.