Full text: Programm der Königlich Württembergischen Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Jahr 1876 auf 1877 (1876)

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raühlen, Mahlmühlen, Wasserleitungen, Papier- und Holzstoff 
fabriken etc. 
Die Konstruktionsübungen entsprechen im Allgemeinen den 
Vorträgen; die Wahl der auszuarbeitenden Aufgaben ist den 
Studirenden freigelassen, doch wird auf eine möglichst vollstän 
dige Durcharbeitung der Aufgaben hingewirkt, insbesondere mit 
Rücksicht auf Fundamente und Transmissionen, sowie auf die 
Disposition der Fabrikgebäude und Motoren. 
Maschinenbau für Ingenieure. 
2 Stunden Vortrag, 4 Stunden Übungen: Professor Teichmann. 
Die wichtigsten Maschinenelemente; Transmissionen; Heb 
maschinen, Winden, Krahnen, Pumpen; Dampfmaschinen; Was 
serräder und Turbinen. 
Ausser einer Übersicht über Zweck, Wirkungsweise und 
konstruktive Ausführung wird soweit möglich auf Bestimmung 
der Leistung und der Hauptdimensionen eingegangen. 
Die Zulassung zu den Übungen ist bedingt durcl}. vorherge 
gangenen oder mindestens gleichzeitigen Besuch der technischen 
Mechanik. 
Mechanische Wärmetheorie. 
Im Winter 4 Stunden: Professor Dr. Weyrauch. 
Entwicklung der Ansichten über das Wesen der Wärme von 
Democrit bis zur Gegenwart. — Mechanisches Wärmeaequivalent. 
Die Erhaltung der Kraft. 
Allgemeine Theorie. Verwendung der Wärme. Haupt 
gleichungen und Specialfälle. Umkehrbare Kreisprocesse. Hypo 
these der Temperatur. Über thermodynamische Maschinen. Nicht 
umkehrbare Zustandsänderungen. 
Permanente Gase. Zustandsgleichung. Allgemeine Beziehun 
gen. Absoluter Nullpunkt. Umkehrbare und nicht umkehrbare 
Zustandsänderungen unter vorgeschriebenen Bedingungen. Theorie 
der calorischen Maschinen und Gasmaschinen. 
Gesättigte Dämpfe. Empirische Ausgangspunkte. Wärme 
verbrauch. Allgemeine und specielle Gleichungen für umkehrbare 
und nicht umkehrbare Zustandsänderungen. Theorie der Con- 
densatoren. Über die vollkommene und die wirkliche Maschine 
mit gesättigtem Dampf. 
Überhitzte Dämpfe. Zustandsgleichung. Allgemeine und 
specielle Beziehungen. Annahmen für den praktischen Gebrauch. 
Mischungen. Vortheil der Überhitzung. Über die vollkommene 
und die wirkliche Maschine mit überhitztem Dampf. 
Feste und flüssige Körper. Ausdehnung. Specifische Wärme. 
Aenderung des Aggregatzustandes. 
Aerostatik und Aerodynamik. 
Im Sommer 2 Stunden: Professor Dr. Weyrauch. 
Moleculartheorie. Beziehung zur Wärmetheorie. Gesetze von 
Mariotte und Gay-Lussac. Anwendungen. Druck der Atmos 
phäre. Barometrisches Höhenmessen. Archimedisches Princip. 
Luftballons. . 
Ausfluss der permanenten Gase und der Dämpfe aus Gefäss- 
mündungen. Sicherheitsventile. Ventilatoren. Theorie des Gif- 
fard’schen Injectors. Bewegung der Gase und Dämpfe in Röhren 
leitungen. Wind- und Gasleitungen. Stoss der Luft. Bewegung 
durch die Luft. Über die Mechanik des Fluges. 
Populäre Maschinenkunde. 
4 Stunden: Professor Schmidt. 
Maschinen zum Heben fester Körper, Motoren, Maschinen 
zum Fördern von Wasser und Luft, Lokomotiven und Eisen 
bahnen. — Beschränkte mathematische und mechanische Vor 
kenntnisse genügen zur Theilnahme.
	        

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