Full text : Programm des Königlich Württembergischen Polytechnikums zu Stuttgart für das Jahr 1877 auf 1878 (1877)

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Baukunst.  Entwicklung  und  Ausbildung  der  dorischen  und  jonischen ­
  Tempelarchitektur.  Sonstige  Monumente.
b.  Römische  Architektur.  .  Etruskische  Baukunst  als
Vorläuferin  der  römischen.  Charakteristisches  Wesen  der  römischen ­
  Architektur  gegenüber  der  griechischen  Struktur.  Römische ­
  Konstruktionsweise.  Die  Bauformen  der  Römer.  Die  Monumente ­
  derselben.
c.  Altchristliche  Baukunst.  Basilikenbau  in  Rom  und.
Ravenna.  Centralbauten  im  weströmischen  Reich.  Basilikenbau
im  Orient.  Centralbauten  im  Osten  und  deren  Ableger  im
Abendland  bis  zur  carlovingisehen  Periode.
Baugeschichte  II.
2  Stunden  Vortrag  und  4  Stunden  Übungen:  Professor  Reinhardt.
a.  Architektur  des  Mittelalters.  Entwicklung  und  Ausbildung ­
  der  kirchlichen  Baukunst  des  Mittelalters  in  Frankreich
vom  10.—16.  Jahrhundert  in  Grunddisposition,  Wölbung  und
allgemeinem  Aufbau.  Betrachtung  und  Entwicklung  der  Detailformen ­
  der  hauptsächlichsten  Bautheile.
Die  mittelalterliche  Baukunst  in  Deutschland  (und  speziell
Württemberg)  in  der  eigenartigen  Entwicklung  des  romanischen
Styls.
Die  mittelalterliche  Baukunst  in  Italien.
b.  Renaissance  in  Italien.  Kirchenbau:  Langbau.  Centralbau. ­
  Profanbau.

Die  Vorträge  in  Baugeschichte  I.  und  II.  sind  stets  von.
eingehenden  Demonstrationen  an  der  Wandtafel  begleitet,  wodurch ­
  neben  der  Veranschaulichung  eine  Übung  der  Studirenden
im  Skizziren  bezweckt  wird.
Die  Übungen  bestehen  in  der  graphischen  Darstellung  baulicher ­
  Anlagen  und  Details  der  betreffenden  Periode,  mit  Verarbeitung ­
  des  auf  den  Excursionen  gewonnenen  baugeschichtlichen ­
  Materials.

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Entwerfen  I.
6  Stunden:  Oberbaurath  v.  Tritachler.
Anfertigung  kleinerer,  zunächst  für  Anfänger  berechneter
Entwürfe  von  Wohngebäuden,  Landhäusern,  landwirtschaftlichen ­
  Gebäuden.  Bahnhöfe  und  Stationen,  Wirtshäuser,  kleinere ­
  Monumente.  Schul-  und  Rathhäuser,  Kautäuser.  Für  vorgerücktere ­
  Studirende  grössere  Entwürfe  ähnlicher  Anlagen,  je
nach  einem  für  jeden  Studirenden  besonders  berechneten  Programm. ­

Entwerfen  II.
12  Stunden:  Oberbaurath  v.  Leins.
Grössere  Aufgaben  nach  gegebenen  Programmen.
Konstruktionen  aus  dem  Gebiete  der  mittelalterlichen
Baukunst.
2  Stunden  Vortrag  und  4  Stunden  Übungen:  Professor  Riess.
Entstehung,  Entwicklung  und  Konstruktion  der  mittelalterlichen ­
  Bauformen,  mit  besonderer  Berücksichtigung  der  gothischen:
  der  Profile,  der  Fenster  und  Portale,  der  Strebepfeiler,
Fialen  u.  s.  f.  Die  mittelalterlichen  Gewölbsysteme;  Grundriss-Entwicklung
  und  Aufbau  der  Kirchen.
Übungen  im  Entwerfen  einzelner  Details  sowohl,  als  auch
vollständiger  Bauten.

7.  Zeichnen  und  Modelliren.
Freihandzeichnen.
Im  Winter  16  Stunden,  im  Sommer  16  Stunden  mit  Exkursionen:
Professor  Kurtz.
Figurenzeichnen  nach  Gyps,  Landschaftszeichnen  nach  Vorlagen ­
  und  nach  der  Natur,  in  Umriss  und  schattirt,  mit  Kreide,
Blei,  Feder,  Tusch  und  mit  Farben  ausgeführt.
            
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