Title:
Programm des Königlich Württembergischen Polytechnikums zu Stuttgart für das Jahr 1878 auf 1879
Shelfmark:
UASt-DD1-017
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1530689129952_1878_1/28/
nungsbahnhöfe, Kopfstationen. Nebeneinrichtungen auf den: 
Bahnhöfen (Rampen etc.). 
f. Signalwesen. Zweck der Signale, Handsignale, fest 
stehende Signale, Signale mit Verwendung elektromagnetischer 
Kraft (Glockensignale, Blocksignale etc.), Telegraph, Verbindung 
der Signalvorrichtungen mit den Weichenstellapparaten auf Bahn 
höfen. 
Wasserbau. 
Im Winter 4 Stunden Vortrag: Professor Lais sie. 
a. Quellen und Brunnen. Allgemeines, Cisternen, Quell 
fassungen, Ausführung von Brunnen. 
b. Wasserleitungen. Verschiedene Arten von Leitungen, 
Reinigung des Wassers, Konstruktion der Röhrenleitungen, Re 
servoirs und Nebenanlagen, Wasserstationen auf Bahnhöfen, Be 
rechnung der Röhrenleitungen. 
c. Entwässerung und Bewässerung. Entwässerung 
von Ländereien und Städten, Drainirung, Kolmation. Wiesen 
bewässerung, Bewässerungsschleusen. 
d. Strombau. Wasserstände und Wassermessung, Ufer 
bauten , Quaimauern, Stromregulirungen, Parallelwerke und 
Durchstiche, Pflanzungen etc. 
e. Stauanlagen. Steinerne, hölzerne Wehre, Freirechen, 
Flösserei-Einrichtungen, Schifffahrtswehre (Fallen- und Nadel 
wehre). 
f. Schleusen und Schifffahrtsanlagen. Konstruktion 
der Schleusen und Schleusenthore, Kanäle, deren Querprofile,, 
Wasserversorgung, Nebenanlagen, Flusshäfen. 
Übungen im Strassen-, Eisenbahn- und Wasserbau. 
10 Stunden: Professor Lais sie. 
Die Zulassung zu den Übungen ist durch vorhergegangenen 
erfolgreichen Besuch der technischen Mechanik mit Übungen 
sowie des Wintervortrags über Strassen- und Eisenbahnbau be 
ziehungsweise Wasserbau bedingt. 
Maschinenbau für Ingenieure 
s. unter »Maschinenfach«. 
Kostenvoranschläge für Ingenieurbauten. 
Im Sommer 2, im darauf folgenden Winter 2 Stunden, privatim: 
Assistent Baumeister Lang. 
Der Vortrag ist für das dritte und vierte Studienjahr der 
Ingenieurfachschule bestimmt und setzt Kenntniss oder gleich 
zeitiges Hören der Vorträge über Wasser-, Strassen-, Eisenbahn-, 
Brücken- und Tunnelbau voraus. 
Entwicklung der Arbeiten des Ingenieurs vom ersten gene 
rellen Projektiren bis zum Beginn der Bauausführung, mit be 
sonderer Berücksichtigung der geodätischen Vorarbeiten, der 
Preisanalysen, Baubedingungen, generellen und speciellen Kosten 
voranschläge. Anleitung zur Kenntniss der Bauführung. 
Zum Schluss finden Übungen im Veranschlagen einer selbst- 
ausgewählten Tratte statt. 
Das Wege wesen in volkswirthschaftlicher Beziehung. 
2 Stunden, privatim: Handelskammersekretär Dr. Landgraf. 
Im Winter über Land- und Wasserwege, Post und Tele 
graphen ; im Sommer über das Eisenbahnwesen. 
Kriegswissenschaft. 
4 Stunden, privatim: Major z. I). Scbeibert. 
A. Allgemein Militärisches (2 stunden). 
Allgemeine Darstellung der heute gebräuchlichen taktischen 
Formen und der Grundzüge der heutigen Strategie. 
Entwicklung der Kriegswissenschaft aus den jeweiligen 
staatlichen und Kulturverhältnissen, unter besonderer Berück 
sichtigung der Zeiten des 30jährigen Krieges, Friedrichs des 
Grossen, des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, der fran 
zösischen Revolution, der napoleonischen Zeit, der Kriege in der 
Krim und Italien, des Secessionskrieges in Amerika, des Feld 
zuges 1870—71 und des russisch-türkischen Krieges. Entwicke 
lung des Seewesens in neuester Zeit.
        

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