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A, Architekturfachschule.
Wöchentliche Stundenzahl
im Winter.
im Sommer.
Erstes Jahr.
Vortrag.
Übungen.
Vortrag.
Übungen.
Technische Mechanik (Statik) mit Übungen
6
2
3
4
Schattenkonstruktionen und Perspektive .
—-2
—
2
Chemie für Bautechniker
4
—
3
—
Mineralogie und Geognosie
4
—
5
—
Bauformenlehre mit Übungen ....
2
4
2
4
Baukonstruktionslehre I. mit Übungen .
4
6
4
6
Kunstgeschichte
3
—
3
—
Freihandzeichnen
—
4
—
4
Ornamentenzeichnen
—
4
—
4
23
22
20
24
Zweites Jahr.
Praktische Geometrie I. mit Übungen .
3
—
—
6
Geognostische Excursionen .... . . .
—
—
—
3
Baukonstruktionsiehre ii. mit Übungen .
2
4
2
4
Baugeschichte I. mit Übungen ....
2
4
2
4
Entwerfen I
—
6
—
6
Angewandte Perspektive I
—
2
—
2
Freihandzeichnen
—
4
—
4
Ornamentenzeichnen
—
4
—
4
Rechts- und Verwaltungskunde ....
3
—
3
—
10
24
7
33
Drittes Jahr.
Hochbaukunde mit Übungen ....
4
4
4
4
Baugeschichte II. mit Übungen....
2
4
2
4
Entwerfen II
—
12
—
12
Angewandte Perspektive II
—
2
—
2
Aktzeichnen
—
4
—
4
Ornamentenzeichnen und Modelliren . .
j —
4
—
4
Baumaterialienlehre
2
—
—
—
Baukostenberechnung
—
—
2
—
Encyklopädie der Ingenieurwissenschaft .
3
3
—
11
30
11
30
Ausserdem wird den Architekten empfohlen:
Ahriss der Dynamik (I. Kurs). Mittelalterliche Baukunst. Volkswirtschaftslehre.
Maschinenbau für Architekten.
Studirende, welche ohne Vorkenntnisse in höherer Analysis eintreten,
belegen im ersten Semester den Vortrag über die „Elemente der höheren
Analysis.“
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Das zwischen dem Schluss des III. Jahrs und dem 1. Staatsexamen
liegende siebente Semester soll zur Ergänzung etwaiger
Lücken in einzelnen Fächern, zu Bearbeitung grösserer
Projekte, insbesondere aber zur Vorbereitung auf das Staatsexamen
benützt werden.
Ein dreijähriger Studiengang nach umstehendem Plane genügt
den gewöhnlichen Anforderungen, wie sie z. B. in dem
Programm für die Diplomprüfung und für die württembergischen
Staatsprüfungen aufgestellt sind. Jedoch ist solchen Studirenden,
welche eine noch weitergehende Ausbildung erstreben, Gelegenheit
hiezu gegeben durch wiederholte Theilnahme an den
höheren Kursen der Hochbaukunde, der Übungen zur Baugeschichte,
des Entwerfens, des Ereihand- und Ornamentenzeichnens.
Den Bedürfnissen dieser Studirenden des »viertes Jahreskurses«
wird von den betreffenden Lehrern spezielle Rechnung getragen
und werden die Aufgaben dem entsprechend gewählt. Dergleichen
grössere Aufgaben sind: Entwürfe für ganze Gebäudekomplexe,
insbesondere industrieller und landwirthschaftlicher Etablissements,
grössere Bauten monumentaler Art, Detailausarbeitungen,
betreffend innere und äussere Dekorationen etc.