Volltext : Programm des Königlich Württembergischen Polytechnikums zu Stuttgart für das Jahr 1879 auf 1880 (1879)

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76

A,  Architekturfachschule.

Wöchentliche  Stundenzahl

im  Winter.

im  Sommer.

Erstes  Jahr.

Vortrag.

Übungen. ­


Vortrag.

Übungen. ­


Technische  Mechanik  (Statik)  mit  Übungen

6

2

3

4

Schattenkonstruktionen  und  Perspektive  .

—-2



—

2

Chemie  für  Bautechniker

4

—

3

—

Mineralogie  und  Geognosie

4

—

5

—

Bauformenlehre  mit  Übungen  ....

2

4

2

4

Baukonstruktionslehre  I.  mit  Übungen  .

4

6

4

6

Kunstgeschichte

3

—

3

—

Freihandzeichnen

—

4

—

4

Ornamentenzeichnen

—

4

—

4

23

22

20

24

Zweites  Jahr.

Praktische  Geometrie  I.  mit  Übungen  .

3

—

—

6

Geognostische  Excursionen  ....  .  .  .

—

—

—

3

Baukonstruktionsiehre  ii.  mit  Übungen  .

2

4

2

4

Baugeschichte  I.  mit  Übungen  ....

2

4

2

4

Entwerfen  I

—

6

—

6

Angewandte  Perspektive  I

—

2

—

2

Freihandzeichnen

—

4

—

4

Ornamentenzeichnen

—

4

—

4

Rechts-  und  Verwaltungskunde  ....

3

—

3

—

10

24

7

33

Drittes  Jahr.

Hochbaukunde  mit  Übungen  ....

4

4

4

4

Baugeschichte  II.  mit  Übungen....

2

4

2

4

Entwerfen  II

—

12

—

12

Angewandte  Perspektive  II

—

2

—

2

Aktzeichnen

—

4

—

4

Ornamentenzeichnen  und  Modelliren  .  .

j  —

4

—

4

Baumaterialienlehre

2

—

—

—

Baukostenberechnung

—

—

2

—

Encyklopädie  der  Ingenieurwissenschaft  .

3

3

—

11

30

11

30

Ausserdem  wird  den  Architekten  empfohlen:
Ahriss  der  Dynamik  (I.  Kurs).  Mittelalterliche  Baukunst.  Volkswirtschaftslehre. ­
  Maschinenbau  für  Architekten.
Studirende,  welche  ohne  Vorkenntnisse  in  höherer  Analysis  eintreten,
belegen  im  ersten  Semester  den  Vortrag  über  die  „Elemente  der  höheren
Analysis.“

77

Das  zwischen  dem  Schluss  des  III.  Jahrs  und  dem  1.  Staatsexamen ­
  liegende  siebente  Semester  soll  zur  Ergänzung  etwaiger ­
  Lücken  in  einzelnen  Fächern,  zu  Bearbeitung  grösserer
Projekte,  insbesondere  aber  zur  Vorbereitung  auf  das  Staatsexamen ­
  benützt  werden.
Ein  dreijähriger  Studiengang  nach  umstehendem  Plane  genügt ­
  den  gewöhnlichen  Anforderungen,  wie  sie  z.  B.  in  dem
Programm  für  die  Diplomprüfung  und  für  die  württembergischen
Staatsprüfungen  aufgestellt  sind.  Jedoch  ist  solchen  Studirenden,
welche  eine  noch  weitergehende  Ausbildung  erstreben,  Gelegenheit ­
  hiezu  gegeben  durch  wiederholte  Theilnahme  an  den
höheren  Kursen  der  Hochbaukunde,  der  Übungen  zur  Baugeschichte, ­
  des  Entwerfens,  des  Ereihand-  und  Ornamentenzeichnens.
Den  Bedürfnissen  dieser  Studirenden  des  »viertes  Jahreskurses«
wird  von  den  betreffenden  Lehrern  spezielle  Rechnung  getragen
und  werden  die  Aufgaben  dem  entsprechend  gewählt.  Dergleichen ­
  grössere  Aufgaben  sind:  Entwürfe  für  ganze  Gebäudekomplexe, ­
  insbesondere  industrieller  und  landwirthschaftlicher  Etablissements, ­
  grössere  Bauten  monumentaler  Art,  Detailausarbeitungen, ­
  betreffend  innere  und  äussere  Dekorationen  etc.
            
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