Full text: Programm des Königlich Württembergischen Polytechnikums zu Stuttgart für das Jahr 1887 auf 1888 (1887)

52 
Modelliren. Ornamente und Figuren nach Modellen. Nach 
eigenen Entwürfen. 
Je nach Bedürfniss oder Grösse des Modells werden die 
Gegenstände in Thon, Wachs oder Gyps modellirt. 
Aquarellmalern 
3 Stunden, im Sommer mit Exkursionen: Professor Kolb. 
Die speziellen Zeiclienfiicher für Architekten, 
Bau- und Maschineu-Ingenieure 
s. unter Ziffer 3, 4 und 5. 
Sämmtliche Zeichensäle, sowie der Modellirsaal, sind den 
betreffenden Studirenden den ganzen Tag über geöffnet. 
7. Allgemein bildende Fächer. 
Geschichte und Kulturgeschichte. 
Professor Dr. Straub. 
Im Winter: Politische Geschichte des 17. und 18. Jahrhunderts, 
2 Stunden; 
Geschichte und Kultur der alten Griechen, 2 Stunden. 
Im Sommer: Geschichte von Augustus bis auf Karl den Grossen, 
2 Stunden; 
Kultur der Aufklärung, 2 Stunden. 
Hygieine 
s. unter „Naturwissenschaften“. 
Allgemeine Kunstgeschichte. 
3 Stunden: Professor Dr. L e m c k e. 
Im Winter: Geschichte der Kunst vom Beginn des romanischen 
Stils bis zur neueren Zeit. 
Im Sommer: Geschichte der neueren Kunst. 
Kunstgeschichtliche Demonstrationen 
in der Lehrmittelsammlung des Polytechnikums. 
Im Winter 2 Stunden: Professor Dr. Lemcke. 
Erklärung der Gemälde-Sammlung des Staats. 
Im Sommer 2 Stunden: Professor Dr. Lemcke. 
Geschichte der neueren deutschen Poesie (Fortsetzung). 
2 Stunden: Professor Dr. v. Y i s c h e r. 
Über Goethe’s Faust. 
Im Winter 2 Stunden: Professor Dr. v. Y i s c b e r. 
Aesthetik, erster, allgemeiner Theil. 
Im Sommer 2 Stunden: Professor Dr. v. Vis eher. 
Allgemeine (theoretische) Tolkswirthschaftslehre. 
Im Winter 4 Stunden: Handelskammersekretär Dr, Huber. 
Einleitung: Die volkswirtschaftlichen Systeme und ihre 
hauptsächlichen Vertreter (Merkantilsystem, die Physiokraten; 
Smith, Malthus—Eicardo; Sozialismus). 
I. Elemente und Gestaltung des Wirthschaftslebens. 
1. Die Gesellschaft und ihre Gruppirung; die Bevölkerung 
und ihre Bewegung, Auswanderung und Kolonisation; 
2. die Gliederung der Gesellschaft: freie Konkurrenz, Mono 
pol, Verbände (Association, Koalition, Strikes, Kartelle), 
Privateigentum und Gesammteigenthum, privatwirth- 
schaftliches, genossenschaftliches und kommunistisches 
System des Erwerbslebens. 
II. Die Gesetze für die Vorgänge des Wirthschafts 
lebens. 
1. Produktion: Arbeit und Arbeitsteilung, Kapital, dessen 
Entstehung und Arten; Kleingewerbe, Grossindustrie etc.; 
die liberalen Berufe.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.