Full text: Programm der Königlich Württembergischen Technischen Hochschule in Stuttgart für das Studienjahr 1896 - 1897 (1896)

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Übungen im physikalischen Laboratorium. 
Professor Dr. Koch mit Assistenz von Kepetent Hauser. 
Physikalisches Praktikum I für Anfänger. (Kenntnis 
der Experimentalphysik wird vorausgesetzt.) 
Physikalisches Praktikum II für solche, die physika 
lische Untersuchungen ausführen wollen. 
Mathematische Physik (Mathematische Theorie der 
Elektrizität und des Magnetismus). 
2 Stunden: Professor Dr. Koch. 
Im Sommer: Potentialtheorie in Anwendung auf Elektro 
statik und Magnetismus. 
Im Winter: Mathematische Theorie der elektrischen Ströme, 
des Elektromagnetismus und der Induktion. 
Meteorologie. 
Im Sommer 1 Stunde: Professor Dr. Koch. 
Allgemeine Experimentalchemie. 
4 Stunden: Professor Dr. Hell. 
Ausführliche Behandlung der Elemente und Verbindungen 
der anorganischen Chemie. Übersicht der wichtigeren Teile der 
organischen Chemie. 
Übungen im Laboratorium für allgemeine Chemie. 
Professor Dr. Hell mit Professor Dr. Kehrer und den Assistenten 
Gärttner und 
A. Analytische Abteilung. 
Systematische Übungen in der qualitativen und quantitativen 
Analyse mit Einschluss der Mass-Analyse und Elektrolyse. Dar 
stellung anorganischer Präparate. 
B. Organische Abteilung. 
Darstellung organischer Präparate; Organische Elementar 
analyse; gerichtliche Analyse; Ausführung von wissenschaftlichen 
Experimentaluntersuchungen besonders auf dem Gebiete der 
organischen Chemie. 
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Der Eintritt in die Abteilung A setzt elementare Kenntnisse 
der anorganischen Chemie, der Eintritt in die Abteilung B Ver 
trautsein mit den Methoden der chemischen Analyse und den 
Besuch der Vorlesungen über organische Chemie voraus. 
Eine Laboratoriumsordnung, von welcher jedem Praktikanten 
ein Exemplar zugestellt wird, enthält die näheren Vorschriften 
für das Praktikum. 
Organische Chemie. 
Im Winter 5 Stunden, im Sommer 2 Stunden: Professor Dr. Hell. 
Systematischer Aufbau der Kohlenstoffverbindungen ein 
schliesslich der Benzolderivate mit besonderer Berücksichtigung 
ö o 
der in der Experimentalchemie nur oberflächlich oder gar nicht 
berührten Körper. 
Theoretische Chemie. 
Im Sommer 4 Stunden: Professor Dr. Hell. 
Grundprinzipien der chemischen Verwandtschaftslehre. Atom- 
und Molekulargewichtsbestimmungen; physikalisch-chemische Ge 
setzmässigkeiten und die gegenseitigen Beziehungen der chemi 
schen Atome zu einander. 
Analytische Chemie. 
2 Stunden: Professor Dr. Kehrer. 
Mit den analytischen Übungen im Laboratorium für allge 
meine Chemie ist ein Kolloquium verbunden, welches nach Be 
dürfnis für Anfänger und Vorgerücktere eine zusammenfassende 
Übersicht über die wichtigsten Bestimmungs- und Trennungs 
methoden der qualitativen und quantitativen Analyse bieten soll. 
Chemie der Nahrungsmittel, Genussmittel und 
Gebrauchsgegenstände. 
2 Stunden: Professor Geh. Hofrat Dr. 0. Schmidt. 
Kenntnisse in der Chemie werden vorausgesetzt. 
In dem Vortrag werden besprochen: Die Gewinnung, Zu 
sammensetzung und die Eigenschaften der wichtigsten Nahrungs-
	        

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