Title:
Programm der Königlich Württembergischen Technischen Hochschule in Stuttgart für das Studienjahr 1906-1907
Shelfmark:
UASt-DD1-045
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1530689129952_1906_1/27/
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Gründung der Bauwerke. 
Im Sommer 2 Stunden: Professor Schwend. 
Untersuchung des Baugrunds. Umschliessung und Aushub der 
Baugrube. Ramm-, Bagger- und Schöpfmaschinen. Die verschiedenen 
Gründungs'arten. 
Brückenbau I. 
Im Winter 8, im Sommer 4 Stunden: Professor Schwend. 
Einleitung: Stützmauern, Dohlen und Röhrendurchlässe. 
Erster Abschnitt: Gewölbte Brücken aus Stein, Beton und 
Beton mit Eiseneinlagen. Baumaterial, Berechnung und Architektur 
derselben. Baugerüste und Ausführung. 
Zweiter Abschnitt: Eiserne Balkenbrücken. Baumaterial, 
Nietverbindungen. Konstruktion der Yollwand- und Fachwerksbrücken. 
Pfeiler in Stein und Eisen. 
Brückenbau II einschliesslich Tunnelbau. 
(Fortsetzung zu Brückenbau I.) 
Im Winter 3 Stunden: Professor Schwend. 
Dritter Abschnitt: Eiserne Bogen- und Hängebrücken. 
Vierter Abschnitt: Hölzerne Brücken. 
Fünfter Abschnitt: Bewegliche Brücken. 
Sechster Abschnitt: Tunnelbau. 
Brückenkonstruktionsübungen I. 
Im Winter 6, im Sommer 7 Stunden: Professor Schwend mit Assistent Färber. 
Entwerfen der im »Brückenbau I« behandelten Bauwerke. 
Bedingung der Zulassung ist der vorhergehende erfolgreiche Besuch 
der Technischen Mechanik mit Übungen, sowie der Bauformenlehre mit 
Übungen, worüber Zeugnisse vorzulegen sind; ferner der vorhergehende 
oder mindestens gleichzeitige vollständige Besuch von »Brückenbau I«. 
Brückenkonstruktionsübungen II. 
Im Winter 8 Stunden: Professor Schwend mit Assistent Färber. 
Entwerfen der im Brückenbauvortrag (I und II) behandelten Bau 
werke. 
Die Zulassungsbedingungen sind dieselben wie für die Brücken 
konstruktionsübungen I. 
Eisenbahnbau I. 
4 Stunden: Professor Baurat Kühler. 
a) Einleitung. Zweck und Geschichte der Eisenbahnen. Ver 
gleich mit Land- und Wasserstrassen. Verschiedene Systeme. Loko- 
motivbahnen insbesondere. 
b) Eisenbahn-Oberbau. Wechselbeziehung zu den Fahrzeugen, 
Räderbelastung, Radstand der Lokomotiven und Wagen, Spurerweiterung 
und Überhöhung in Krümmungen, Übergangsbogen. Oberbausysteme, 
Schienen, Schienenbefestigungsmittel, Unterlagen, eiserne Oberbau 
systeme, Strassenbahnen, Bettung, Legen des Oberbaus. Festigkeits 
theorie der Schienen; Bewegungswiderstände auf Eisenbahnen. 
c) Wegübergänge und Schranken. 
d) Ausweichungen. 
e) Drehscheiben und Schiebebühnen. 
Eisenbalmbau II. 
Im Winter 2 Stunden: Professor Baurat Kübler. 
Bahnhöfe und Signale. 
Erdbau. 
Im Winter 2 Stunden: Professor Baurat Kübler. 
Graphische Arbeiten, Erdberechnung, Verteilungsprofil. Konstruk 
tion der Erdkörper, Behandlung von Rutschungen, Preisermittlungen, 
Ausführung der Erdarbeiten und Erdtransporte. 
Strassen bau. 
Im Winter 1 Stunde: Professor Baurat Kübler. 
Fuhrwerke, Bewegungswiderstände, Bögen und Steigungen, Quer 
profil. Fahrbahn: Schotter-, Pflaster-, Asphaltstrassen. Strassenwalzen, 
Strassenunterhaltung. 
Trassierung. 
Im Sommer 2 Stunden: Professor Baurat Kübler. 
Trassieren von Strassen und Eisenbahnen. Leitende Grundsätze. 
Bewegungswiderstände der Züge und Zugkraft der Lokomotiven, vir 
tuelle Länge, massgebende, schädliche und verlorene Steigungen. Kom 
merzielle Trassierung, Aufsuchen der Trasse, Aussteckung, Nivellement. 
Übungen im Eisenbahn- und Strassenbau. 
Im Winter 8 Stunden, im Sommer 6 Stunden: Professor Baurat Kübler 
mit Assistent Feldweg. 
Die Zulassung zu den Übungen ist durch den erfolgreichen Besuch 
des Wintervortrags über Strassen- und Eisenbahnbau bedingt.
        

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