Full text: Programm der Königlich Württembergischen Technischen Hochschule in Stuttgart für das Studienjahr 1910-1911 (1910)

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186. Baukonstruktionslehre II. 
Im Winter 4 Stunden Yorirag und 12 Stunden Übungen, im Sommer 12 Stunden 
Übungen: Professor Oberbaurat Mörike mit Assistent 
2, Abschnitt: Massive Decken in Verbindung mit eisernen 
Stützen und Trägem. — Eisenbeton. — Treppen in Stein. Kamine. — 
Wände, Balkenlagen, Dachkonstruktionen in Holz. Verbretterungen. — 
Dachrinnen, Dacheindeckungen. — Fenster und Türen. Treppen in 
Holz. — Verpntzarbeiien; Plattenböden und Estriche. 
Die Übungen erstrecken sich ausschließlich auf den 1. und 2. Ab 
schnitt. Die Zulassung zu den Übungen ist durch den erfolgreichen 
Besuch der zugehörigen Vorträge und der Vorträge über Baumaterialicu- 
lehre, Technische Mechanik mit. übungon und der Bauformenlehre mit. 
Übungen bedingt. 
187. Baukonstruktionslehre III. 
Im Sommer 2 Stunden Vortrag, im Winter 4 Standen Übungen: 
Professor Oberbaurat Mürika mit Assistent 
3. Abschnitt: Das Eisen als Stütze und Träger. Nietverbin 
dungen. Dachkonstruktionen in Eisen mit statischer Berechnung. Das 
Eisen bei Wandkonstruktionen und Treppen. 
Die Zulassung zu den Übungen ist durch den erfolgreichen Be 
such des zugehörigen Vortrags und der Übuugen in Abschnitt 1 und 2 
(185 und 186) bedingt; von letzteren sind beglaubigte Studienzeich 
nungen vorzulegen. 
188. Brückenbau I. 
Im Winter 8, im Sommer 4 Stunden: Professor Sch wen d. 
Einleitung: Stützmauern, Dohlen und Köhrendurchlässe. 
Erster Abschnitt: Gewölbte Brücken aus Stein, Beton und 
Beton mit Eiseneinlagen. Baumaterial, Berechnung und Architektur 
derselben. Baugerüste und Ausführung. 
Zweiter Abschnitt: Eiserne Balkenbrücken. Baumaterial, 
Nietverbindungen. Konstruktion der Vollwaud- und Fachwerbsbrücketi. 
Pfeiler in Stein und Eisen. 
189. Brückenbau II einschliesslich Tunnelbau. 
(Fortsetzung zu Brückenbau I.) 
Im Winter 3 Stunden: Professor 8ch«rend. 
Dritter Abschnitt: Eiserne Bogen- und Hängebrücken. 
Vierter Abschnitt: Hölzerne Brücken. 
Fünfter Abschnitt: Bewegliche Brücken. 
Sechster Abschnitt: Tunnelbau. 
190. Gründung der Bauwerke. 
I Stunde: Professor Sch wen d. 
Untersuchung des Baugrunds. Umschliessung und Aushub der 
Baugrube. Itamm-, Bugger- und Schöpfmaschinen. Die verschiedenen 
Gründungsarten. 
191. Brückenkonstruktionsübuugen I. 
Im Winter 6, im Sommer 7 Stunden: Professor Sch wen d 
mit Assistent 
Entwerfen der im »Brückenbau I« behandelten Bauwerke. 
Bedingung der Zulassung ist der vorhergehende erfolgreiche Besuch 
der Technischen Mechanik mit Übungen, sowie der Baufomienlehre mit 
Übungen, worüber Zeugnisse vorzulegen sind; ferner der vorhergehende 
oder mindestens gleichzeitige vollständige Besuch von »Brückenbau I«. 
192. Brückenkonstruktionsübungen II. 
Im Winter 8 Stunden: Professor Sohwend mit Assiisteut 
Entwerfen der im Brückonbauvortrag (I u. II) behandelten Bauwerke. 
Die Zulassungsbedingungen sind dieselben wie für die Briickcn- 
konstruktionsübungen l. 
193. Erdbau. 
Im Winter 2 Stunden: Professor Banrat Kübler. 
Graphische Arbeiten, Erdberechnung, Verteilungsprofil. Konstruk 
tion der Erdkörper, Behandlung von Uutschungen. Proiaormittlungen, 
Ausführung der Erdarbeiten und Erdtransporte. 
191. Trassierung. 
Im Sommer 2 Stunden: Professor Bäumt Kübler. 
Trassieren von Strassen und Eisenbahnen. Leitende Grundsätze. 
Bewegungswiderstände der Züge und Zugkraft der Lokomotiven, vir 
tuelle Länge, massgebende, schädliche und verlorene Steigungen. Kom 
merzielle Trassierung, Aufsachen der Trasse, Aussteckung. Nivellement. 
195. Strassenban. 
Im Sommer 2 Stunden: Professor Bxnrat Küblor. 
Fuhrwerke, Bewegungswiderstände, Bögen und Steigungen, Quer 
profil. Fahrbahn: Schotter-, Pflaster-, Asphaltstrassen. Strassenwalzen, 
Strassenunterhaltnng.
	        

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