Full text: Programm der Königlich Württembergischen Technischen Hochschule in Stuttgart für das Studienjahr 1910-1911 (1910)

10 
11 
für die Teilnahme an den Vorträgen und Obungen i*t ein nach 
der Zahl der wöchentlichen Stunden bemessenes, übrigens auf einen 
Mindestbetrag festgesetztes Unterrichtsgeld za bezahlen. Ausserdem 
wird für Abnützung der Apparate und Instrumente, sowie für Material 
verbrauch usw. in den Laboratorien und bei einzelnen Übungen ein 
angemessenes Ersatzgeld erhoben. Keichsausländische Studierende 
nichtdeutscher Zunge und Vorbildung haben neben dom ünterrichtageld 
einen Semesterbeitrag von 50 Jf. zur Deckung des allgemeinen Auf 
wands der Hochschule zu entrichten. 
Die festgesetzten Gebühren und der Mindestbetrag dos Unterriohts- 
gelds sind beim Eintritt im voraus zu entrichten, oder es ist ein 
vorsohriftsmlissigos Nachlassgesuch einzureichen. Eine Rückerstattung 
des bezahlton Unterrichts- und Ereatzgeldes sowie der entrichteten 
Honorare kann bei vorzeitigem oder unfreiwilligem Austritt nicht be 
ansprucht werden. 
Das Unterrichtsgeld beträgt ohne Unterscheidung zwischen Vor 
trägen und Übungen, ordentlichen und ausserordentlichen Studierenden: 
1 Jf für die Wochenstunde im Winterhalbjahr, 
3 «■* . , , Sommerhalbjahr. 
Abweichend hievon sind zu entrichten: 
1. bei den chemischen Übungen: 
bis za 12 Stunden (Ualbpraktikum) . 40 
Ober 12 Stunden (Vollpraktikum) . 75 ,*!; 
_\ bei den Anleitungen zu wissenschaftlichen Arbeiten in 
Zoologie, Botanik, Mineralogie und Geologie: 
für das halbtägige Praktikum ... 20 
. , ganztägige Praktikum ... 40 ,Jf.\ 
bei den Leibesübungen (Turnen) 1 Jf. für die Semcsterwochenstunde. 
l)or Mimlüst,betrag des Unterriohtsgolds ist auf 100 für das 
Winterhalbjahr und 80 Jf. fiir das Somraerhalbjahr festgesetzt, in welche 
Summe das Honorar für Privatvorlesungen nicht eingerechnet wird. 
In Beziehung auf die Berechnung des Unterrichtsgelds ist weiter 
folgendes bestimmt: 
a) bei Vorträgen wird die volle programmässige Stundenzahl be 
rechnet. auch wenn nicht alle Standen belegt worden sind; 
b) bei Übungen ist im allgemeinen die Zahl der belegten 
Wochenstunden massgebend: sind aber mehr als I Stunden in 
den Studienplan aufgenommen, so werden zum mindesten 4 Stunden 
ungerechnet, sind 4 oder weniger als 4 Stunden vorgesehen, ko 
muss nach dem Stadienplan bezahlt werden, auch wenn eine 
geringere Stundenzahl belegt worden ist. 
Das Ersatzgeld beträgt für das Halbjahr: 
1. bei dem Besuch der Übungen zur praktischen Geometrie 
itu Winterhalbjahr 3 JL für die 2stündige Übung, im Sommer 
für die 4- bzw. üstündige Übung 6 JL. für die Übungen I und 
11 dor Bauingenieure zusammen lö JL-, 
2. bei dem Besuch der physikalischen oder elektrotech 
nischen Übungen 1 Jf. für die Woeheustuudo, im ganzen 
jedoch nicht uuter 10 .Ä; 
3. bei dem Besuch der chemischen Laboratorien 
bis zu 12 Stunden (Halbpraktikum) 10 Jf., 
über 12 Stunden (Vollpraktikum) 15 Jf\ 
4. boi dem Besuch der botanisch- oder zoologisch-mikrosko 
pisch ou Übungen 2 Jf. für die Wochenstunde; 
5. boi dem Besuch dor Anleitung: 
a) zu botanisch-wissenschaftlichen Arbeiten 
für das halbtägige Praktikum . . . 10 »Ä, 
• „ ganztägige , . . . 20 J>.\ 
b) für das grosse zoologische Praktikum . 10 
6. bei der Teilnahme an den Übungen in der Materialprü 
fungsanstalt und im Ingenieurlaboratorium: 
für eine Wochenstunde b JL, 
, das halbtägige Praktikum . . . 10 ,/L. 
„ . ganztägige , • • • 20 JL; 
7. für die Teilnahme am Aktzeichnen und Modellieren je 2.Ä; 
8. , , „ , , Freihandzeichnen 1 ; 
0. für die Benützung dor photographischen Dunkelkammer und 
ihrer Einrichtung 2 ,M. 
Für die mit »privatim« bezeichneten Vorträge und Übungen 
(vgl. unter 0.) wird das Honorar durch die Privatdosenton mit Geneh 
migung des Rektor* festgesetzt und auf den Einschreibliston veröffentlicht 
Ferner wird jodom Studierenden eine Dienergebühr von 2 .ff. für 
das Semester berechnet. 
Vor dor Anweisung eines Arbeitsplatzes in einem der beiden 
chemischen Laboratorien sind 20 JL als Sicherh eit bei der Kasse zu 
hinterlegen; je am Schlüsse des Semesters wird darüber abgerechnet. 
I>) Für Hospitanten. 
Die Hospitanten haben als Unterrichtshonorar iür ein Halbjahr 
zu entrichten: 
hei Vorträgen: für eine ein- oder zweistündige Vorlesung 6 Jf. 
für die Stunde, für eine drei- oder eine mehr als dreistündige 
Vorlesung je 5 ,ff. fiir die Stande;
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.