Title:
Programm der Königlich Württembergischen Technischen Hochschule in Stuttgart für das Studienjahr 1915-1916
Shelfmark:
UASt-DD1-054
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1530689129952_1915_1/9/
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VI. Doktor-Ingenieur-Piomotion. 
Durch Königliche Entschliessung vom 22. Januar 1900 wurde der 
Technischen Hochschule das Recht verliehen, auf Grund einer beson 
deren Prüfung die Würde eines Doktor-Ingenieurs zu verleihen. 
Die Bedingungen für die Erlangung dieser Würde enthalt die 
Promotionsordnung vom 7. August 1900, welche vom Sekretariat oder 
«lern Hausmeister zu beziehen ist (Preis 20 Pf.). 
VII. Stipendien und Preise. 
Bei □ochgewiosoner Mittellosigkeit kann landesangehövigen Stu 
dierenden und ausnahmsweise mit Genehmigung des Ministeriums auch 
Angehörigen anderer deutscher Staaten, die über Fleiss und sittliches 
Verhalten ein gutes Zeugnis haben, das Unterrichts- und Ersatzgeld 
ganz oder teilweise nachgelassen werden. 
Ausserdem können an bedürftige und würdige Studierende Staats 
stipendien sowie Stipendien aus den Erträgnissen der an der Hoch 
schule bestehenden Stiftungen nach Massgabe der hierfür geltenden 
Bestimmungen verliehen werden. 
An sämtlichen Abteilungen der Technischen Hochschule werden 
jährlich Preisaufgaben gestellt und für genügende Lösungon Preise 
vergeben und Belobungen zuerkannt. Zur Bewerbung sind ordent 
liche und aussorordentliche Studierende nach den Bestimmungen über 
die akademischen Preise vom l. März 1907 berechtigt. 
VIII. Kranken- und Unfallversicherung für 
Studierende. 
Für die Studierenden besteht eine Krankenkasse. Jeder Stu 
dierende ist zur Entrichtung eines 3emesterbeitrags an diese Kasse ver 
pflichtet (derzeit 5 Jf.). Die Kasse gewährt Studierenden, mit Ausschluss 
der Hospitanten, Beihilfe in Erkrankungsfällen nach Massgabe der dafür 
bestehenden gedruckten Bestimmungen. 
Eine besondere Versicherung trifft Fürsorge für solche Studie 
rende und die in die Liste der Versicherten eingetragenen Hospi 
tanten, die boim Unterricht in den Gebäuden der Hochschule oder 
auf Exkursionen verunglücken. 
Zur Ermöglichung von Belebrungsreisen mit Studierenden zwecks 
Besichtigung von Bahnanlagen, Fabriken, Bergwerken, baulichen An 
lagen und Bauplätzen jeder Art hat die Technische Hochschule der 
Bahnverwaltung bzw. den Unternehmern und Besitzern gegenüber die 
Haftpflicht vertragamflssig übernommen. Gegen das ihr hieraus er 
wachsende Risiko hat sich die Technische Hochschule ihrerseits versichert. 
Wer sich an einer Belehrungsreise der gedachten Art beteiligt, hat sich 
gegebenenfalls die Entschädigung aus der Unfallversicherung auf die 
etwaige gesetzliche Leistung ans der Haftpflicht anrechnen zu hissen. 
Von den Versicherten wird zur Deckung der Versicherungskosten 
ein Halbjahrosboitrag von 75 Pf. erhoben. Das Nähere über die Unfall 
versicherung ist aus einer besonderen Druckschrift ersichtlich. 
IX. Bibliothek 
verbunden mit Lesezimmer. 
Das Lesezimmer ist für Studierende geöffnet, und zwar: 
I. an den Unterrichtstagen: 
im Winterhalbjahr von 8—12 nnd 8—7 Uhr, 
. Sommerhalbjahr von 8—12 und 2—6 Uhr, 
II. in den Ferien: vom 1.—15. Oktober . 
. 15.-31. März je von 11-12 Uhr. 
, 1.—31. August ( 
Am Samstagnachmittag ist die Bibliothek geschlossen. 
Aus der Bibliothek werden nur an Angehörige der Hochschule 
Werke leihweise abgegeben.
        

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