Full text: Programm der Württembergischen Technischen Hochschule in Stuttgart für das Studienjahr 1920-1921 (1920)

GO 
D. Studienpläne. 
Wie schon Seile 8 bemerkt, steht den Studierenden die Wahl der 
Vorträge frei. Auch im Besuch der Übungen findet eine Be 
schränkung nur insoweit statt, als dies durch die Rücksicht auf die 
Erhaltung eines erfolgreichen Studiengangs geboten ist; wo solche 
Beschränkungen in der Form besonderer Zulassungsbedingungen be 
stehen. sind sie in vorstehendem Programm bei den einzelnen Vor 
lesungen angeführt. 
Um den Studierenden bei der Einrichtung ihres Studienganges An 
haltspunkte zu geben, sind für die technischen Berufsricht ungen Studien 
pläne aufgestellt, denen jedoch keine zwingende Wirkung zukommt. 
Es ist auch in sie nur das Wesentliche aufgenommen, dem jeder 
Studierende dio für ihn passenden weiteren Lehrgegonstilndo jo nach 
seiner Vorbildung, seinem Willen, sich höher auszubildon, und der 
Zeit, welclio er dieser Ausbildung widmen will, anroihen kann. 
Empfohlen wird den Studierenden, dabei auch die Vorlesungen 
der Abteilung für allgemeine Wissenschaften über allgemein bildende 
Fächer zu berücksichtigen. 
Die nachstehenden Studienpläne haben nur vorläufigen 
Charakter. Acndcrungen im Laufe der nächsten Halbjahre 
im Anschluß an die neuen Diplomprüfungsordnungcn bleiben 
Vorbehalten. 
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1. Abteilung für Architektur. 
Das Studium zerfallt in zwei Teile: Der erste schließt, mit der Diplomvor- 
prlüfung, der zweite mit der Diptomhauptprfifung ab. Fllr das Gesuch um Aus 
stellung eines Diplomvorprüfungszeugnuses ist nach der Prüfungsordnung § 3 
eine im ganzen mindestens neunmonatige Bauplatz- und NVerkstaUpraxis nach 
zuweisen, dio am besten vor Beginn des Studiums abgeleitet wird. Drei Monate 
können auf Studienreisen entfallen, wenn diese durch Skizzen und Aufnahmen 
belegt werden (vgl. Anhang zur Dipl.-lYlf.-Ordnnng für Arch.). Für das Gesuch 
um Ausstellung eines Diploms ist eine Büro- und Banfülirnngatätigkeit von in 
der Regel 18 Monaten naehzuweisen. 
Die mit A bezeichncten Fächer sind allgemeine Prüfungsfächer; die mit B 
bezoiclineten sind Prüfungsfächer, dio zur Wahl stehen; alle andern sind freie 
Wahlfächer. 
Vor!.- 
Vera. 
Nr. 
Erster Teil des Studiums. 
Ersten Julir. 
141. A Bankonstruktionslehre . . . 
141. A Technische Mechanik . . . 
142. A Baustatik I (für Architekten) 
29. A Praktische Geometrie . . . 
32. A Ausarbeitung der Messungen . 
146. A Baustoffiehro 
22. A Schatwnkon.struktion .... 
23. A Perspektive 
147. Raum- und Formlehre I , . . 
330. A Allgemeine Kunstgeschichte . . 
153. A Bau-Aufnahmen 
157. A Freihandzeichnen (Omamonton. 
Figurenzeichnen) 
14. A Darstellende Geometrie. Kurs I (für Hu 
manisten) 
5. Elemente der Differential- und Integral 
rechnung 
oder 
Mathematik 1 
Wöchentliche Stunden 
im Winter 
Vorirag f""“- 
«en 
im Sommer 
Vortrag 1 Obuu- 
*■» 
und 
b. 
Zweites .Inhr. 
144. A Baukonstroktionslehre, Ban koste nhe- 
rcchnung u. konstruktives Entwerfen 
161. A Hochbaukunde I 
148. A P.aum- und Formlehre II 
145. A Heizung und Lüftung 
143. A Bau«tatik II (für Architekten) . . . 
169. Grundzüge des Straßen- und Kisenbnhn- 
baus 
1B-IG. A Eotwerfcn 
330. A Allgemeine Kunstgeschichte . . . . 
153. A Bauabnahmen 
157. A Freihaudzoichuen 
ICO. B Modellieren. . .
	        

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