Full text: Programm der Württembergischen Technischen Hochschule in Stuttgart für das Studienjahr 1929/30 (1929)

  
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mindestens 3 Schuljahre hindurch an dem in der Schule erteilten 
Unterricht in der deutschen Sprache mit genügendem Erfolg teil- 
genommen hat. In andern Fällen ist eine tunlichst von deutscher fach- 
männischer Seite ausgestellte Bescheinigung über das Maß der Kennt- 
nisse vorzulegen. 
c) Für Studienfächer, bei denen eine vorherige praktische Tätigkeit vor- 
geschrieben ist, ein Nachweis über die praktische Tätigkeit. 
d) Ein eingehender selbstgeschriebener Lebenslauf, der neben der 
Staatsangehörigkeit, der Abstammung, dem Geburtsort usw. ins- 
besondere die Schulvorbildung und das etwaige bisherige Studium, bei 
Angehörigen deutscher oder verbündeter Heere auch die Zeit und Art 
der Kriegsteilnahme enthalten soll. 
e) Ein Nachweis darüber, daß der Gesuchsteller die erforderlichen 
Mittel zum Studium besitzt. 
f) Einen Heimatschein oder Staatsangehörigkeitsausweis. 
g) Ein amtliches Führungszeugnis über die Zeit vom Ende der schul- 
wissenschaftlichen Vorbildung an. 
Ausländische Urkunden müssen von der zuständigen deutschen 
Auslandsvertretung beglaubigt sein. Allen Urkunden in frem- 
der Sprache ist eine beglaubigte Übersetzung beizufügen, 
} Z Deutsche aus den abgetrennten deutschen Gebieten, sowie Deutsch- 
Österreicher, die ihr Heimatrecht in einer österreichischen Gemeinde durch 
eine amtliche Zuständigkeitserklärung nachweisen, gelten nicht als Aus- 
länder im Sinne der vorstehenden Bestimmungen. Ihre Zulassung ist auf 
dem in Ziffer 2 vorgeschriebenen Weg nachzusuchen. 
Das gleiche gilt für andere Deutschstämmige mit fremder Staatsangehörig- 
keit (Kolonistensöhne, Balten, Siebenbürger Sachsen usw.) bei entsprechen- 
dem Nachweis, 
b) Für Gasthörer. 
Personen, die nicht als ordentliche oder außerordentliche Studierende 
aufgenommen werden können oder wollen, jedoch eine zum Besuch von 
Vorlesungen hinreichende Vorbildung besitzen, können vom Rektor als 
Gasthörer zugelassen werden. Diese gehören nicht zum Verband der 
Hochschule und unterstehen der Disziplin der Hochschule nur in bezug auf 
die Einhaltung der Ordnung beim Besuch der Vorlesungen. 
Der Nachweis der Vorbildung ist jedenfalls von denjenigen zu führen 
welche technische Vorlesungen besuchen wollen, und zwar gilt im all- 
gemeinen die Vorschrift, daß die Bewerber, wenn sie nicht zum Besuch 
nach Maßgabe der Aufnahmebestimmungen für Studierende berechtigt sind, 
  
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mindestens eine technische Mittelschule mit Erfolg zurückgelegt haben 
müssen. Ein Fachstudium wird Gasthörern nicht gestattet; ein solches ist 
in der Regel anzunehmen, wenn mehr als 12 Wochenstunden belegt werden. 
In Beziehung auf die Benützung der Hörsäle ist bestimmt, daß die Stu- 
dierenden vor den Gasthörern den Vorrang haben. 
IV. Bestimmungen 
über die Erhebung von Gebühren und Unterrichtsgeldern 
an der Technischen Hochschule Stuttgart 
Gebührenordnung (Gebo). 
Gültig vom Sommerhalbjahr 1929 an. 
(Erlaß des Kultministeriums vom 21. März 1929 Nr. 1606.) 
Die Studierenden der Technischen Hochschule haben folgende Gebühren und 
Unterrichtsgelder zu bezahlen: 
I. Einschreibgebühr, einmalig. 
_ Erstmals zur Technischen Hochschule kommende Studierende. ....-.- 20 RM. 
. Erneuerung der früheren Einschreibung an der hiesigen Hochschule .... 5 „ 
„ Studierende, die schon an einer anderen deutschen Technischen Hoch- 
schule oder Universität oder Handelshochschule oder an einer nach Art 
der deutschen eingerichteten ausländischen Hochschule mit deutscher 
Unterrichtssprache eingeschrieben waren, sofern diese Hochschule den 
früheren Studierenden der Technischen Hochschule Stuttgart nachweis- 
lich eine ähnliche Ermäßigung gewährt +.........0000000000 0 
4. Sondergebühr bei verspäteter Anmeldung oder bei unentschuldigter Ab- 
wesenheit bei der Aufnahme (Immatrikulation). -+++++++++*+*****"* 
5. Gebühr für Prüfung der von Ausländern vorzulegenden Zeugnisse... | 
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2-10: 
0 
I. Studiengebühr. 
Als Beitrag zum allgemeinen Hochschulaufwand die Studiengebühr (ein- 
schließlich Büchereigebühr) im Halbjahr ----..++++++01000000 tt 
Gasthörer haben an Stelle der Einschreibgebühr und der Studiengebühr 
neben dem Unterrichtsgeld im Halbjahr die Hörscheingebühr zu ent- 
richten. Sie. beträgt für 
1223. 4256278910 und mehr belegte Sem.-W.-St. 
6.9.12 1620 25 30 3540 45 RM; 
bei verspäteter Anmeldung Sondergebühr wie bei I. 4. 
60 
 
	        

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