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Als Vergleich sei auf Aaltos Wohnhaus Mairea (1937 - 1939) unweit von
Noormarkku verwiesen, eine völlig andere Situation und eirt wesentlich
umfangreicheres Programm. Trotz aller Unterschiede lassen sich
verwandte Züge entdecken. Auch hier die Verwendung natürlicher
Materialien, betont bei Aalto noch durch den Gegensatz zum weiß
verputzten Flügel, Brüstungen aus Granitplatten und Holz, Lamellenstores
aus Teakholz; - auch hier die Verbindung von innen und außen, anders als
bei Eiermann durch vorgezogene Elemente, die bestimmte Bereiche
auszonen wie den Eingangsbereich. Auch hier findet sich die Verbindung
der Räume untereinander, die diagonale Führung und Erschließung über
Eck. Und selbst im Detail zeigen sich verwandte Vorlieben, sind es bei
Eiermann Füllungen aus Peddigrohr und Schnurverspannungen im
Treppengeländer, so bei Aalto Verkleidungen der Stahlsäulen durch
Holzstäbchen und Lederriemen.
Ich möchte noch auf ein anderes Gebäude von Egon Eiermann aus dieser
Zeit verweisen, es ist das Wohnhaus Vollberg in Berlin-Grunewald, das
unmittelbar vor Kriegsbeginn entworfen und im Krieg fertiggestellt wurde
(1939 - 1942). Es ist ein eingeschossiger, gegliederter Bau, der das
gesamte zur Verfügung stehende Gelände in Form dreiseitig
umschlossener Innenhöfe und vorgelagerter Terrassen einbezieht. Sicher
haben situationsbezogene Schwierigkeiten die Planung bestimmt, worauf
Rudolf Büchner verweist, aber es ist trotz allem ein bemerkenswertes
a
Haus entstanden, das in der Erkennbarkeit der Teile und im Verhältnis der
Teile zum Ganzen überleitet zum Schaffen Egon Eiermanns in den
fünfziger Jahren.
A
Wenn ich zuvor darauf verwiesen hatte, daß 1945 für die Architektur
keinesfalls eine Zäsur darstellte, einen völligen Unterbruch, wie viele zu
unterstellen glaubten, so ist das Werk Egon Eiermanns hierfür eines der