Full text: Technische Hochschule Stuttgart. Personal- und Vorlesungsverzeichnis für das Studienjahr 1938/39 (1938)

Von der Ausnahme als Studierende sind ausgeschlossen: 
1. Personen, gegen deren sittliche Führung Bedenken bestehen, 
2. Angehörige einer anderen öffentlichen Bildnngsanstalt, 
!!. Personen, die iin Hauptberuf crwerbskälig sind, 
4. im Dienst befindliche Reichs-, Staats- und Gemeindebeamte. Geist 
liche und Offiziere. 
Jeder Student hat in die Abteilung einzutreten, welche auf den Beruf 
vorbereitet, den, er sich widinrn will. Zn». Wechsel der Fachrichtung ist die 
schriftliche Genehmigung des Rektors einzuholen. 
Die Studierenden haben in jedem Halbjahr mindestens vier gebühren- 
pflichtige Vorlesungs- oder Uebnngsstundeu zu belegen. 
Zur Aufrechterhaltung der Ordnung stnd in den „Vorschriften für die 
Studierenden" besondere Bestimmungen getroffen. 
Ueber die Lebens- und Studienverhältniffe an den deutschen Hochschulen 
gibt der vom Deutschen Stubenlenwerk, Berlin-Charlottenburg 9. Tannen- 
bergallce 30, herausgegebene „Deutsche Hochschulführer" Auskunft. (Preis 
einschl. Porto 1.15). Ueber die Stuttgarter Verhältnisse im Besonderen 
siehe unter E. 
2. Zn, Besonderen. 
Studenten mit großer Matrikel. 
Vorbedingung für die Zulassung als Student mit grosser Matrikel ist 
der Besitz des Reifezeugnisses einer deutschen ausgebauten höheren Schule 
oder der Nachweis einer als gleichwertig anerkannten Vorbildung. Bis auf 
tveilcres stnd gleichgestellt: 
1. Die Reifezeugnisse der früheren Industrieschulen und der Staat!. Aka 
demie für Technik in Chemnitz; 
2. das Zeugnis der ersten Volksschuldienstprüfnug bzw. der Dienstvrü- 
jung für Lehrerinnen für die unteren und mittleren Klassen höherer 
Mädchenschnlcu zusammen mit dem Zeugnis der Ergänziingaprüfung; 
Z.die Zeugnisse über die Ablegung der Ergäiizuiigsprüfimg durch Ab- 
solveutcn von staatlich anerkannten Fachschulen (Höheren Technischen 
Staatslehranstalten); 
4. die Bescheinigung des KultministerinniS über die Zulassung zum 
Hochschulstudium ohne Reifezeugnis auf Grund der Verordnung vom 
15. April 1929 Nr. 4406; 
ü-sür die Fachrichtung Luftsahrtlechnik: das Zeugnis der Versetzung 
nach Oberprima einer neunstufigcn höheren Lehranstalt ge,naß Erlaß 
des Reichs- und Preuß. Ministers für Wissenschaft, Erziehung und 
Volksbildung von, 4. April 1936 WI, Nr. 1260. 
Zur Immatrikulation von Volksdeutschen Studenten, die Mil. 
gliedcr der Deutschen Studentenschaft stnd oder werden, stnd vorzulegen: 
a) Geburtsschein mit Ahnennachweis bzw. Ahnenpaß (bei Verheirateten 
auch für den Ehegatten), 
d) Reifezeugnis in Urschrift (Abiturienten von 1934 müssen im Besitz 
des besonderen Zeugnisses über die Hochschulreife sein), 
<*) Abgaugsbescheinigung von schon besuchlcn Hochschulen, dazu die Karle 
mit der Reichsiiummer. bei», Wechsel der Hochschule vor dem 4. Se 
mester außerdem die Genehmigung der Stammbochschule, 
<I) von Reichsdeutschen (Abiturieiileii der Geburtenjahrgänge 1915 und 
später) Nachweis über den Arbeitsdienst bzw. über den Auögleichs- 
dienst oder die Zurückstellung von, Arbeitsdienst, 
0) polizeiliches Führungszeugnis seit Abgang von der Schule (Nachweise 
über unmittelbar vorangegaogene» Arbeitsdienst, Wehrdienst, Be- 
such von Hoch- oder Fachschulen gelten als amtliche Führnnaszciig. 
niste), 
k) Prariszeuguisse über eine 6,no»atige praktische Arbeitszeit von Stu 
denten der Fachabteilungen Architektur, Bauingenieur,oesen, Ma> 
schioeningeuieurwesen, Elektrotechnik uud Luftfahrt, 
«s) Meldekarte über die Zugehörigkeit zu den Gliederungen und Organ,', 
sationen der NSDAP., 
I,) beim Belegen für das 4. Semester: Grundkartc von, zuständigen In 
stitut für Leibesübungen über die Teilnahme an der dreisemestrigen 
sportlichen Grundausbildnng. 
i) beim Belegen für das 2. und 6. Semester: Z^cscheinignng über die 
erfolgte Pflichtunkersuchuug in, vorhergehenden Semester, 
k) von weiblichen Studierenden im 6. Semester: Pflichcnhefl mit Be 
scheinigung über die Erfüllung des Frauendienstes auf folgenden drei 
Gebieten: 
1. Ausbildung im Luftschutz; 
2. Ausbilduiig im Nachrichtenwesen; 
z. Ausbildung in der ersten Hilfe (Sanitätskurs), 
l) im Falle der Miirdcrjährigkeil die väterliche oder vormundschaftliche 
Einwilligung zum Eintritt. 
Nichtarische reichsdeuksche Studenten haben keinen Anspruch auf Ini- 
matrikulation. Die vorläufige Eiuschreibuug hat in der scstgesctzen Frist zu 
erfolgen. Ueber die endgültige Aufnahme wird erst nach Abschluß der Ei»- 
schreib»iige» entschieden. Reichsdeuksche. deren Väter im Weltkrieg an der 
Front für das Deutsche Reich oder für seine Verbündeten gekämpft haben,
	        

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