Full text: Technische Hochschule Stuttgart. Personal- und Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 1941 (1941)

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sind. Uber die Einzelheiten der Einschreibung unterrichtet ein Merk- 
blatt. daS jeweils zu Beginn der Einschreibfrist herausgegeben wird 
und im Hauptgebäude, gegenüber Zimmer 11, aufliegt. 
l l. AlS Studenten mit kleiner Matrikel werden zugelassen: 
») Reichsdeutsche deutschblütiger Abstammung, welche die Reise für Ober, 
sekunda oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung durch amt 
liche Zeugnisse nachweisen, daö 18. Lebensjahr vollendet und eine 
mehrjährige praktische Tätigkeit abgeleistet haben, sowie nach Ansicht 
der be». Fakultät (Abtlg.) eine für daS Studium genügende VorbU- 
düng besitzen. 
I.) 'Absolventen der für diesen Zweck anerkannten Fachschulen ohne ab 
gelegte Sonderreifeprüfung (f. oben 6. II). Diese können auf die Dauer 
von 2 Semestern aufgenommen werden, wenn iie nachweisen, daß sie 
sich zur Sonderreifeprüfung angemeldet haben, und wenn sie sich ver 
pflichten. diese Prüfung innerhalb dieser beiden Semester abzulegen. 
Studierende mit kleiner Matrikel können keine Diplomprüfung ablegen. 
Der Besuch der Vorlesungen und Übungen kann ihnen bescheinigt ,ver- 
den; andere akademische Zeugnisse werden nickt erteilt. 
Bei der Anmeldung sind folgende Papiere in Urschrift vorzulegen: 
1. Abgangszeugnis der Schule (amtliches Zeugnis der Reife für Ober- 
sekunda) bzw. daS Zeugnis über die mittlere Reise. 
2. Abgangsbescheinigungen sämtlicher etiva schon besuchter Fachschulen. 
Hochschulen usw.. 
3. Zeugnisse über praktische Tätigkeit. 
4. amtliches Führungszeugnis über die Zeit seit 'Abgang von der 
Schule (wie oben unter l 4). 
5. ferner die oben unter I 5—7. 10 und 11 verzeichneten Nachweise. 
lll. AlS Gasthörer werden zugelassen: 
a) Berufstätige Personen, die mindestens das Zeugnis der Reife für 
die 6. blasse einer deutschen höheren Lehranstalt besitzen, ein plan 
mäßiges Fach- oder Berusöstudium betreiben oder sich in einzelnen 
Wissensgebieten weiterbilden wollen, ohne den Vorschriften für die 
Immatrikulation zu genügen. 
Von dem Erfordernis der Reife für die 6. Klaffe kann abgesehen wer 
den. wenn der Aufzunehmende ein berufliches Interesse an denr Be 
such einzelner Vorlesungen nachweist und wenn feststeht, daß er nach 
seiner Vor- und Allgemeinbildung in der Lage ist. den Vorlesungen 
mit Verständnis und Teilnahme zu folgen. 
b) Personen mit abgeschlossener Hochschulbildung, die lediglich beab 
sichtigen. zu promovieren oder ihr Studium auf einzelnen Gebieten zu 
vervollständigen. 
Dem Antrag aus Zulassttng als Gasthörer ist neben dem Nachweis 
über die Vorbildung der für die 'Abstammung beizufügen. 
Über die Zulassung als Gasthörer entscheidet der Rektor. Er kann die 
Zulassung von der Zustimmung derjenigen Hochschullehrer abhängig 
machen, deren Vorlesungen der Antragsteller zu besuchen beabsickttgt. 
Die Zulassung als Gasthörer erfolgt in der Regel für I Semester; eine 
Verlängerung für mehrere Semester ist möglich. 
Personen die den Vorschriften der Immatrikulation genügen und die, 
ohne bisher eine staatliche oder akademische Prüfung bestanden zu 
baden, daö Studium lediglich zum Zwecke der 'Ablegung einer dieser 
Prüfungen betreiben, werden als Gasthörer nickt zugelassen. 
Ein Vollstudium wird Gasthörern nicht gestattet; ein solches ist in der 
Regel anzunehmen, wenn mehr als 12 Wochenstunden belegt werden. 
Ausnahmen sind nur in begründeten Einzelfällen möglich; Anträge 
diesbezüglicher 'Art lind schriftlich an den Rektor einzureichen. 
Die Gasthörer untergeben der Disziplin der Hochschule nur in Bezug 
auf die Einhaltung der Ordnung beim Besuch der Vorlesungen. 
B. Ausländer 
I. Vorbedingung für die Zulassung jcdcö Ausländers ist. daß sein Hci- 
malstaai Gegenseitigkeit gewährt, d. l>.. daß an seinen Hochschulen die 
deutschen Reifezeugnisse in gleichem Umfang wie die entsprechenden 
inländischen Zeugnisse als ausreichender Nachweis der Vorbildung für 
die Zulassung anerkannt werden. 
Uber die Anerkennung ausländischer Zeugnisse und über die Aner. 
kennung der Semester, die an ausländischen Hochschulen verbracht sind, 
wird stets erst nach Vorlage der Zeugnisse mit beglaubigter deutscher 
Übersetzung entschieden. 
Über die Zulüftung zum Studiun, entscheidet der ReickSminister für 
Wissenschaft. Erziehung und Volksbildung. Der Bescheid über die Zu 
lassung wird dem Antragsteller schriftlich mitgeteilt. Es wird dringend 
empfohlen, die Reise erst dann anzutreten, wenn der 'Antragsteller den 
ZulassungSbeschcid erhalten hat. 
Allen Anfragen ist ein mit der 'Anschrift deS Antragstellers versehener 
Briefumschlag mit internationalem Anlworlsckein für die Ant,vor, bei- 
zufügen. Auch auf dem 'Antrag selbst muß die 'Anschrift deS Anlrag- 
stellerS mit deutlicher Schrift angegeben werden. Dabei ist der 
Familienname zu unterstreichen.
	        

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