Full text: Technische Hochschule Stuttgart. Personal- und Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 1941 (1941)

2. Das Aufnahnlegesuch ist in deutscher Sprache abzufassen und darin an« 
zugeben, welche Fachrichtung zun, Studium gewählt, und ob 'Auf 
nahme alb Student mit großer oder kleiner Matrikel oder Gasthörer 
(f. S. 11 15) gewünscht wird. (56 ist spätestens 1 Monat vor Beginn des 
Semesters »'christlich an den Rektor der Technischen Hochschule einzu 
reichen. Außerdem ist bcizusügen: 
a) Reifezeugnis in Urschrift und beglaubigter deutscher Übersetzung, 
I») etwaige 'Abgangszeugnisse von deutschen oder ausländischen Hoch 
schulen, 
c) ein selbstgeschriebener Leben-lauf in deutscher Sprache (mit Angabe 
deS Geburtsdatums, der Staatsangehörigkeit und der Konfession). 
d) Nachweis über die Ablegung der evtl, verlangten Vorpraris ss. 
unten S. 18). 
e) polizeiliche- Führungszeugnis. sofern sich da- Hochschulstudium nicht 
unmittelbar an den Besuch der Mittel- (höheren) Schule anschließt. 
k) amtlich beglaubigte Bescheinigung, in der sich der Vater oder Vor 
mund verpflichtet, die durch da- Studium de- Sohnes oder Mündels 
entstehenden Kosten zu tragen. 
g) nötigenfalls der Nachweis ausreichender Kenntnisse der deutschen 
Sprache. Die Vorlegung einer Bescheinigung dieser Sprachkennl- 
nisse bleibt vorbehalten. 
!>) eine (Jrfläruna des Antragsteller-, daß er nicht Jude ist'). 
Fremdsprachliche Zeugnisse sind in gleichlautender deutscher Übersetzung ein 
zureichen. 
Beim Eintritt in die Hochschule sind ferner der Reisepaß sowie die oben unter 
I 10 und 11 verzeichneten Nachweise vorzulegen. 
An« und Abmeldung 
Anmeldung (Gebührenanzahlung unb Einschreibung). Alle Studierenden ha 
ben sich zu Beginn eine- jeden Semester- innerhalb der hierfür vorgesehenen 
Frist einschreiben zu lassen. Hierbei ist folgendes zu beachten (siehe auch 
das oben unter I I I erwähnte Merkblatt): 
Die von allen Studierenden unter Vorlage des Belegbuchs und des Ge- 
bührenblattS zu leistende Anzahlung auf das Kolleggeld bat innerhalb der 
Einschreibefrist auf der Kasse. Hauptgebäude Zimmer 68 (geöffnet täglich 
von 10—12 Uhr). 5U erfolgen. Ohne vorherige Leistung einer Anzahlung ist 
') Die Erklärung muß folgenden Wortlaut haben: 
..Sch erkläre, daß sch nicht Jude bin. der jüdischen Religionsgemeinschaft nicht 
angehöre und auch nicht angehört habe, auch nicht mit einem Inden verheiratet 
bin. Jude ist nach deutschem Recht, wer von mindesten« drei der Rasse nach voll, 
jüdischen Großeltern abstammt. Ich erkläre außerdem, daß ich auch kein jüdischer 
Mischling bin". 
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die Einschreibung nicht möglich. Nach Leistung der Anzahlung begibt sich 
der Studierende mit den ausgefüllten Meldepapieren auf das Sekretariat 
zur eigentlichen Einschreibung (Hauptgebäude Zimmer 55a). Da- Sekre 
tariat ist während der Einfchreibefrisicn zur Entgegennahme von Rückmel 
dungen täglich von 10 12 Uhr und zur Entgegeimahme von Neu- und Wie 
dereinschreibungen täglich von 14—16 Uhr (außer Samstag-Nachmittag) 
geöffnet. Neucimrettnde und wiedereintretende Studierende baden an dem 
auf der Anmeldung beim Sekretariat folgenden übernächsten Tag die von? 
Sekretariat festgesetzte Aufnähn,egebühr auf der Hochschulkasse zu entrichten 
und erhalten dort ihr Bclegbuch zurück. 
Belegen und Testieren. Nach erfolgter Einschreibung bat der Studierende 
die von ibm zu belegenden Vorlesungen und Übungen in das Belegbuch 
(durchschreiben), in das GebührenblaU und in das VerleilungSblatt (nur 
gebührenpflichtige Vorlesungen) einzutragen. Hierauf geht er zu den in Frage 
kommenden Dozenten, trägt fick, dort in die Hörerliste ein und laßt die be 
legten Vorlesungen und Übungen testieren. Nack Einholung sämtlicher Te 
state sind das Gebükrenblau. daS VerleilungSblatt und das Belegbuch zum 
festgesetzte«, Termin bei der Hausverwaltung des Hauptgebäudes (Zim 
mer 11) abzugeben. 
Entrichtung drs Unierrirbtsgeldeo (Gebührenairzahlung »'. oben. über die 
Höbe der restlichen Gebührenschuld erkält jeder Studierende eine besondere 
Zahlungsaufforderung zugestellt. Der Einzug dieser Gebühren erfolgt im 
letzten Drittel des Semesters. 
Abmeldung. Studierende, die ikr Studiun, unterbrechen oder ausgeben oder 
die beabsichtigen, an einer anderen Hochschule weiterzustudieren, haben sich 
spätestens bis zum Beginn des folgenden Semesters zu exmatrikulieren. 
Dies geschieht durch Abgabe deS bei der Hausverwaltung des Hauptgebäu 
des erhältlichen, mit den criorderlichen EnllasiungSbestätigungen versehenen 
Ermairtkelscheins auf dem Sekretariat. Zimmer 55a. 
Auf Antrag wird die Ex»,atrlkulatio» durch einen Abgangsvermerk (Ge 
bühr 3.— RM) ln. Belegbuch bescheinigt. 
Beurlaubung 
Studierende, die aus besonderen Gründen an Vorlest»,gen und Übungen 
während I bis höchstens 2 Geniester nicht teilnehmen können, die aber trotz 
dem Angehörige der Hochschule bleiben wollen, werden auf Antrag beur 
laubt. 'AIS Gründe für eine Beurlaubung kommen in erster Linie in Betracht: 
a> Ableistung der vorgeschriebenen Praktikantenzeit, wenn die ^prakti- 
kantenlätigkeil unentgeltlich erfolgt. 
I>) Erkrankung des Studierenden, wobei die Krankheit »nd die voraus- 
fichtliche Dauer derselben ärztlich bescheinigt »ein muß. 
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