Full text: Technische Hochschule Stuttgart. Personal- und Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 1941 (1941)

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c) die Notwendigkeit, daß ein Studierender infolge Erkrankung in der 
Familie vorübergebend den elterlichen Betrieb zu leiten bzw. in ihm 
zu arbeiten hat. 
<1) Vorbereitung zur Hauplprüfung. Voraussetzung hierbei ist die Er 
füllung der vorgeschriebenen Anzahl Sludienscmesicr. 
e) Vorbereitung zur Vorprüfung. In diesen, Falle ist jedoch nur die Be 
urlaubung für ein Semester zulässig. 
f) Ableistung des Wehrdienstes bis zu 8 Worben. 
g) Ableistung des Arbeitsdienstes nach erfolgter Aufnahme des Studiums. 
Der Antrag auf Beurlaubung muß innerhalb der Einschreibsrist zu Be 
ginn eines jeden Semesters aus dem vorgeschriebenen Vordruck (erhältlich 
bei der Hausverwaltung des Hauptgebäudes» auf dem Sekretariat. Zim 
mer 55a. eingereicht werden. Die Beurlaubten dürfen Hochschuleinrichtungcn 
und -raume mit Ausnahme der Hauptbüchern nickt benützen und baben die 
volle Woblfabrtsgebübr von <a. 20.— RM zu zahlen. 
Die Beurlaubung wird im GtudienausweiS und im Belegbuck vermerkt. 
III. Praxis 
1. Architektur. Voraussetzung für die Zulassung zur Vor« und Hauplprüfung 
ist ». «. die 'Ableistung folgender Praxis: 
Von den Studierenden der 'Arckitektur wird die Ableistung einer prakn- 
sckcn Tätigkeit von der Dauer eines halben Iabres gefordert. Diese Zeit 
kann beliebig auf die Semefierferien bis zur Diplomprüfung verteilt wer 
den. Die Architektur-Abteilung empfiehlt, diese HandwerkSpraxiS vor Be 
ginn des Studiums durchzuführen. Während der halbjährigen praktischen 
Tätigkeit sollen dem Studierenden der Architektur hauptsächlich handiverl- 
licke Kenntnisse vermittelt werden auo dem Berufe des Maurers. Zini- 
inermanns. Sieinbauers. sowie des Sckreiners. Scklossers uff. Beson 
dere Vorschriften bicrüber emdalten die neuen Bestimmungen über die 
Einstellung und die Tätigkeit der Praktikanten (Praktikanlenvrdnuiig). 
Die bisher an der Architeklurabteilung der Technischen Hochschule Stutt- 
gart verlangte einjährige Zwischenpraxis (nach dem 4. Semester) ist »ach 
der neue» Studienordnung in Wegfall gekoimnen. Da die Erfahrung 
gelehrt bat. daß die hierbei erworbenen Grundlagen eine wesentliche Vor 
aussetzung für das volle 'Verständnis des Arbeitsbereichs der Oberstufe 
bilden, so wird den Studierenden empfohlen, nach Abschluß des Vor 
namens ein Jahr Zwifcheiipraxiö in ibr Studium eiiizuschallen. Diese 
praktische Tätigkeit wird aus die 'Ausbildungszeit bei Behörden nicht 
angerechnet. 
Anfragen über die praktische Tätigkeit sind direkt an den Prakiilanlenpro- 
sessor der Abteilung für Architektur av der Technischen Hochschule (Prof, 
r i c d j e) zu richten. 
2. Bauingenicurweien. Voraussetzung für die Zulassung zur Bor. und 
Hauplprüfung ist u. a. die 'Ableistung folgender Praxis: 
Von den Studierenden der Fachrichtung Bautngenieurwesen wird die 
2lbleistung einer mindestens 26 Wochen dauernden praktischen Tätigkeit 
gefordert. Diese Zeit kann beliebig schon aus die Zeit unmittelbar vor 
Inangriffnahme des Studiums oder aus die Seinesterserien bis zur Di- 
plom.Prütung verteilt werden. 
Besondere Vorschriften über die Austeilung deS Arbeirsstofses enthalten 
die neuen Bestimmungen über Einstellung und Tätigkeit der Praktikanten 
(Praktikanteiiordiiung). 
Nähere Auskunft über besondere Vorschriften und die jeweils zweckmäßig 
ste Austeilung der Praktikanicnlätigkeii erteilt der Praklikamenprofessor 
der 'Abteilung für Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule 
(Prof. Deininger). 'Sei etwaigen schristlichen Rückfragen sind An- 
gaben zu machen über die bisherige Tätigkeit beim Arbeitsdienst, weil 
gegebenenfalls die Möglichkeit besteht, einige Wochen des Arbeitsdienstes 
auf die verlangte Praxis anzurechnen. 
3. Maschinenbau. Elektrotechnik und Lustsabrttechnil. Von den Studieren 
den der Fakultät Maschinenwesen wird bei der Einschreibung der Nach 
weis einer 6 monalige« Tätigkeit (Vorprans) verlangt. 
Voraussetzung für die Zulassung zur Vor- und Hauplprüfung ist »«. a. 
die Ableistung folgender Praxis: 
Bon den Studierenden der Fachrichtung Maschinenbau wird die 'Ablei 
stung einer praktischen Tätigkeit von der Dauer eines Jahres gefordert. 
Davon liegt die Hälfte vor dem Studium, die zweite Hälfte kann an» die 
Ferien während des Studiums bis zur Hauptprüfung verteilt ivcrden. Es 
wird empfohlen, möglichst frühzeitig zu praktizieren. 
Besondere Vorschriften über die Anfreiinng des Arbeüsstosses enthalte» 
die neuen Bestimmungen über Einstellung und Tätigkeit der Prakiikanien 
(Praktikantenordnung) s. unten Seile 99. 
Eine praktische Tätigkeit von der Dauer eines halben Iabres in den 
Lehrwerkstätten der Technischen Hochschule 'Kien oder der Technischen 
Hochschule Graz vor Beginn des eigentlichen Studiums kann als I. Hälfte 
der praktischen Tätigkeit für das Maschiiienbaustudinm angerechnet 
werden.
	        

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