Title:
Die Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen
Creator:
Morlok, Georg
Shelfmark:
1Ma 315
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1537772834592/107/
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III- Bau-periode- 
Neuntes Kapitel. 
Planbearbeitung' über die Remsbahn I, Kannstatt—Wasseralfingen. 
Technischer Referent: Baurat Morlok; Administrativreferenten: Finanzrat Dr. Zeller, 
Grundier und Mauser; Bauperiode: 1858—1861. 
Vorstehendem Aufträge gemäss wurden nun zunächst die nötigen Höhenaufnahmen vor 
genommen, um die befohlenen Pläne über zweckmässige Verbindungen zwischen dem Neckar-, Fils- 
und dem Remsthale fertigen und Vergleichungen derselben unter sich und einer von Kannstatt über 
Waiblingen durch das Remsthal und über Essingen ebenfalls nach Aalen und Wasseralfingen zu 
führenden Bahn anstellen zu können. 
Das nächste Ergebnis dieser Untersuchung und Bearbeitung war, dass sich als Verbindungs 
linien eignen, und zwar je mit Einstellung eines Tunnels die Richtungen: Plochingen—Schorn 
dorf, Uhingen—Lorch, Göppingen(Eislingen)—Gmünd. 
Mit jeder dieser Uebergangsbahnen wäre ein Stück Remsbahn zu erbauen gewesen, nemlich 
mit den Uebergangslinien : die Ergänzungslinien : 
Plochingen—Schorndorf Schorndorf—Aalen, 
Uhingen—Lorch Lorch—Aalen, 
Göppingen—Eislingen—Gmünd . . Gmünd—Aalen. 
Die (eigentliche) Remsbahn Kannstatt—Waiblingen—Gmünd—Essingen—Aalen, wie auch 
die Bahn Göppingen—Gmünd war bekanntlich von den Oberingenieuren Etzel, Klein und Knoll 
schon im Jahre 1845 bearbeitet, wobei sie jedoch nach ihrem Bericht vom 31. März jenes Jahres 
ihre Aufgabe mehr darin gesucht, Anhaltspunkte für die Vergleichung der Rems- mit der Neckar- 
Filsbahn, als ein Projekt zu liefern, welches schon an sich für die Ausführung dienen konnte. 
Auch war ausser Göppingen—Gmünd nur die eine Verbindungsbahn: Göppingen—-Eis 
lingen—Gmünd, sonst aber keiner der zwischen dem Fils- und Remsthal sonst möglichen Ueber- 
gänge behandelt. 
Dem technischen Referenten war daher vor allem die Bearbeitung der generellen Pläne 
und der summarischen Kostenberechnung zur Aufgabe gestellt. 
Nach Vollendung der besagten Erhebungen und Berechnungen hatten sich die Längen und 
Baukosten der genannten Einzel- und Gesamtstrecken beziffert: 
Länge: 
Für die Verbindungsbahnen: 
Stunden : 
Fuss: 
Baukosten: 
Plochingen—Schorndorf .... 
• • 4 
7OOO 
4878000 fl. 
Uhingen—Lorch 
■ • 4 
IO OOO 
3507000 „ 
Eislingen—Gmünd 
45OOO 
3300000 „ 
Jene der Gesamtstrecken: 
Plochingen—Schorndorf—Aalen 
. . 16 
5OOO 
8924000 „ 
Uhingen—Lorch—Aalen .... 
I 3OO 
6317000 „ 
Eislingen—Gmünd—Aalen . . ■ 
. . IO 
9 500 
5346000 „ 
Die eigentliche Remsbahn 
Kannstatt—Waiblingen—Aalen 
• • 19 
950° 
6597000 „ 
Durch nächste Vergleichung der Länge, des Bau- und Betriebsaufwands wurde bei gleich 
zeitiger Berücksichtigung der vorliegenden Bodenverhältnisse und unter vorläufigem Absehen von 
den kommerziellen, wirtschaftlichen und finanzellen Verhältnissen der Bahn Uhingen—Lorch um
        

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