Title:
Die Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen
Creator:
Morlok, Georg
Shelfmark:
1Ma 315
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1537772834592/151/
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I"V_ Bauperiode. 
Siebentes Kapitel. 
Heilbronn—Jagstfeld — Osterburken. 
Technische Referenten: Abel und Morlok und nachher bauleitender Oberingenieur Morlok; 
Administrativreferent: Grundier; Bauperiode: 1864—1867. 
I. Abteilung: Heilbronn—Jagstfeld. 
Erstmals unterm 31. März 1864 hatte ein Staatsvertrag mit Baden und Hessen den Bau 
der Bahn Heilbronn—Neckarelz der württembergischen Regierung eingeräumt. Doch wurde der 
selbe im Jahre 1865 dahin modifiziert, dass Württemberg Heilbronn—Jagstfeld—Osterburken, 
Baden die Strecke Jagstfeld—(Hanau) und Heidelberg zu bauen hatte. Ueber Heilbronn—Jagstfeld 
war das generelle Projekt durch den Baurat Abel festgestellt und nach der im gewöhnlichen Instanzen 
gang erfolgten Genehmigung derselben wurde auch die Detailbearbeitung und Ausführung eingeleitet. 
Nach diesem generellen Projekte war für die Strecke Heilbronn—Jagstfeld, nachdem der 
Neckar und der Schiffahrtkanal bei Heilbronn überschritten, der Wart- und Stiftsberg umgangen 
waren, die Richtung des Neckarthals nach Jagstfeld angeordnet, wo die dortige Salinenbahn mit 
ihr zusammengelegt ist; wo die badischen Bahnen Heidelberg—Mekesheim—Jagstfeld und Heidelberg— 
Eberbach einmünden, und wo auch die zweite Abteilung unserer Bahn, die Strecke Jagstfeld— 
Osterburken ihre Einmündung angewiesen hatte. 
Die besagte hohe und höchste Genehmigung der Bahn Heilbronn—Jagstfeld gab nun Ver 
anlassung zu der Detailbearbeitung und Ausführung dieser ersten Abteilung. Dieselbe war unter die 
Oberleitung des Baurats Abel gestellt, an die hierfür bestellten Bauämter und Bauamtsvorstände 
übertragen. -q Heilbronn mit Bauinspektor Binder; 
2) Jagstfeld mit Bauinspektor Zimmer; 
3) das Hochbauamt Heilbronn mit Hochbauinspektor Schurr. 
Hiernach folgt die II. Teilstrecke: 
Jagstfeld—Osterburken. 
Technische Referenten: Abel, nachher Morlok; Administrativreferent: v. Grundier; 
Bauzeit: 1866—1869. 
Diese Bahnstrecke lehnt sich, von Jagstfeld ausgehend, bis Möckmühl an die Jagst, von da 
bis in die Nähe der Landesgrenze bei Adelsheim an die Sekach und von hier bis Osterburken an 
die Kirnau wie an die Städte Neudenau und Adelsheim an. 
Wegen der scharfen Krümmungen der besagten Thäler waren mit der Ausführung dieser 
Bahn sehr viele Bauarbeiten in Felsen, in Flusskorrektionen und Brücken etc. nötig. Die generelle 
erstmalige Bearbeitung dieser Bahn hatte Baurat Abel geleistet; sodann ging sie, wie auch die Aus 
führung derselben, an den Baurat Morlok über. Administrativreferent war Oberfinanzrat Mauser. 
Als Bauzeit waren gesteckt und eingehalten die Jahre 1864—1869. Für ihre Detailbearbeitung und 
Ausführung waren und wurden die Bauämter eingerichtet: 
Jagstfeld mit Bauinspektor Zimmer; 
Neudenau mit Sektionsingenieur Lambert; 
Möckmühl mit Bauinspektor Zeller; 
Osterburken mit Bauinspektor Maret. 
Hochbauamt Möckmühl mit Bauinspektor Zeller,
        

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