Title:
Die Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen
Creator:
Morlok, Georg
Shelfmark:
1Ma 315
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1537772834592/229/
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Erstes Kapitel. 
Finanzielles Gebaren des Baues. 
ind nunmehr diese Vorausberechnungen der Rente bei Sekundärbahnen unabweislich, 
wo für dieselben Beiträge von der Bevölkerung zu leisten sind, so sind sie ebenso zum 
mindesten in der nächsten wie einst in früherer Zeit von grösster Wichtigkeit, wo sie 
auf Beurteilung der Bauwürdigkeit, auf die Auswahl von weiter anzulegenden Bahnen 
zur Verwertung zu kommen haben. Indem dieselben aus Abzügen aller vorauszusehenden Ausgaben 
von den voraussichtlichen Einnahmen zu schöpfen sind, können sie in diesem ihrem ersten Teil 
leicht und mit Sicherheit erlangt werden, wenn richtige Ueberschläge gefertigt, aus denselben die 
Zinsen berechnet und diese mit den immerhin bekannten oder leicht zu ermittelnden Betriebs 
ausgaben zusammengesetzt werden. Minder zuverlässig sind die Ermittelungen der Betriebseinnahmen, 
weil sie zum Teil auf Schätzungen beruhen, für welche sichere Grundlagen nur immer gefunden 
werden, wenn für Vergleichungen mit gebauten Linien und mit deren Anlagekapital, ihrer örtlichen 
Lagen etc. das nötige Material gewonnen ist. 
Dieses war in den ersten Baujahren der Königl. württembergischen Staatsbahnen nicht 
vorhanden, ist aber jetzt zur Verfügung, nachdem von der Regierung Auftrag zu Erhebung der 
Rentabilität der bestehenden Bahnen erteilt und das Ergebnis amtlich bekannt gegeben wurde, sowie 
für nützliche Verwendung zusammengestellt, wie in nachstehenden Kapiteln geschehen. Nunmehr 
ist mit Hilfe besagter Erhebungen jeder Fachmann in der Lage, annähernd richtige Rentabilitäts 
berechnungen im voraus zu fertigen. 
Die Uebersichtlichkeit über die Abwicklung unseres Bauverlaufs wäre mehrfach gestört 
und beeinträchtigt worden, wenn der letztere mit den finanziellen Angelegenheiten zusammengefasst 
worden wäre. Diese wurden daher aus dem ersten, gleichsam technischen Teil der Rückschau 
weggelassen und kommen nun in besonderem Nachtrag zur Erörterung. Es geschieht mit allen 
nötigen Einzelheiten und mit den in vorbereitender Weise gestellten Rechnungen. 
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Zweites Kapitel. 
Verwilligte Bauüberschläge. 
Jedes bauliche Unternehmen bietet eine finanzielle Seite, welche bei Privat- und Aktien 
geschäften als wichtigster Teil angesehen und um so mehr geschätzt wird, je mehr es hohe Einnahmen 
erträgt, während bei Staatsbauten Vermehrung des Aufwandes gestattet ist, wenn politische, kom 
merzielle oder andere Rücksichten hierzu auffordern. 
Solche Vermehrung des Aufwandes ist freilich innerhalb gewisser Grenzen zu halten; es 
sind dieselben mittels Rechnungen zu stecken, und ist zu diesem Zwecke das erforderliche Material 
beizustellen, in erster Linie die auf die Bahnen verwilligten und sodann die auf sie in Wirklichkeit
        

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