Title:
Die Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen
Creator:
Morlok, Georg
Shelfmark:
1Ma 315
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1537772834592/44/
HREHBB8 BH19 B R 
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2000 Fuss Halbmesser und darunter messen 11188, die übrigen sechs von grösserem 
Halbmesser 17960 Fuss, und sämtliche Kurven enthalten zusammen 660,6 Grade. — 
Steigung von Stuttgart gegen Ludwigsburg = 185,4 Fuss, Gefälle = 48,9 Fuss. 
Summe beider = 234,3 Fuss. Maximum der Steigung in der Richtung nach Ludwigs 
burg = 1:130, nach Stuttgart = 1 :125. 
Werden Kurven und Steigungen wieder nach dem früher angegebenen Verfahren auf Längen 
reduziert, indem man für die Krümmung von einem Grad 4ha Fuss, für die Steigung von einem 
Fuss 250 Fuss Bahnlänge als Aequivalent annimmt, so sind 
in der Linie I. die Kurven = 931° X 4 1 /* = 4190 Fuss 
„ „ „ II. „ „ = 653« X4 1 /* =2939 » 
„ „ „ in. „ „ = 660,6° X 4 1 !» = 2 973 » 
Bei Reduktion der Steigungen muss hier auf den, für die eigentümlichen Niveauverhältnisse 
dieser Bahnlinie sehr günstigen Umstand Rücksicht genommen werden, dass, wegen der Konkurrenz 
der Wasserstrasse nach Kannstatt, die Güterfracht von Stuttgart nach Ludwigsburg kaum mehr als 
ein Drittel des Quantums betragen wird, welches in entgegengesetzter Richtung von Ludwigsburg 
nach Stuttgart befördert werden dürfte. Besteht nun der ganze jährliche Verkehr zwischen diesen 
beiden Städten in 200000 Passagieren und 800000 Ztr. Gütern, von welch letzteren 200000 Ztr. 
nach Ludwigsburg und 600000 Ztr. nach Stuttgart gehen, so ergibt sich bei Annahme von täglich 
vier Fahrten in jeder Richtung das Bruttogewicht eines nach Ludwigsburg gehenden Trains durch 
schnittlich mit 52 Tonnen, und eines nach Stuttgart gehenden mit 66 Tonnen, und es findet also 
im Gewicht dieser Züge ein Verhältnis von 4:5 statt. 
Nach Projekt I. beträgt nun die Steigung nach Ludwigsburg 177,8 Fuss, das nutzbare Gefälle 
in dieser Richtung 68 Fuss, also die Differenz 109,8 Fuss. Von Ludwigsburg nach Stuttgart ist 
eine Steigung von 95,4 Fuss zu überwinden und kommt dafür ein Gefälle von 84,8 Fuss zu gute, 
Differenz 10,6 Fuss. Als Mittel findet man mit Rücksicht auf die Verschiedenheit im Gewicht der 
Trains 
4- 4 x 109,8 + 5 x 10,6 
= 54,7 Fuss, und die dieser Steigung entsprechende Bahnlänge 
ist 54,7 X 250 = 13,675 Fuss. 
Nach II. ist von der, in der Richtung nach Ludwigsburg vorkommenden Steigung von 
171,4 Fuss das nutzbare Gefälle mit 23,7 abzuziehen, und es bleibt 147,7 Fuss als die zu über 
windende Höhe. In entgegengesetzter Richtung beträgt die Steigung von der Asperger Strasse an 
47,3 Fuss, wogegen ein nutzbares Gefälle von m Fuss bis zum Bahnhof von Stuttgart vorhanden 
ist, als Differenz bleibt ein Gefälle von 63,7 Fuss zu gunsten der Kraft, und im Mittel für beide 
Richtungen ist nur die Steigung von ^ X - r lZx 5_XJ4i7 _ ^ 0 ^ p uss j n Rechnung zu 
bringen; diese entspricht einer Bahnlänge von 7575 Fuss. 
Nach III. endlich beträgt in der Richtung von Stuttgart nach Ludwigsburg die Differenz 
zwischen Steigung und nutzbarem Gefälle 185,4 — 2 4>5 = 4 160,9 Fuss; in entgegengesetzter 
Richtung kommt der Kraft ein nutzbares Gefälle von 48,9 — 117,8 = — 68,9 Fuss zu gute, 
4 X 160,9 
5 X 68,9 
= 33. 2 
wonach sich für beide Richtungen im Mittel die Steigung von 
y 
Fuss ergibt. Als Aequivalent für diese Steigung erscheint die additioneile Bahnlänge von 33,2 X 
250 = 8300 Fuss. 
Die Zusammenstellung der oben berechneten Längen gibt: 
den Wert der Kurven den Wert der Steigungen zusammen 
für die Linie I. . . . 4190 Fuss 1 3 675 Fuss .... 17865 Fuss, 
» » , » II. . . . 2939 „ 7575 „ .... 10514 „ 
» » » III. ■ • • 2973 „ 8300 „ . ... 11273 » 
und es lassen sich nunmehr die Längen, Kurven und Steigungen auf nachstehende Weise übersicht 
lich darstellen.
        

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