Title:
Die Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen
Creator:
Morlok, Georg
Shelfmark:
1Ma 315
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1537772834592/79/
ein Werkstättegebäude: Mittelbau 100,8 Fuss lang, 53,9 Fuss breit, mit zwei 
Flügelbauten ä 144,8 Fuss lang, 39 Fuss breit; 
ein Wagenreparaturschuppen, 159,2 Fuss lang, 45,2 Fuss breit. 
28) Hafenbahnhof Friedrichshafen. 
Auf demselben waren im Jahre 1850 erstellt: 
ein Güterschuppen . . 152 Fuss lang, 31,8 Fuss breit (Einfahrt); 
und 162 ,, ,, 16,2 ,, ,, ,, 
ein Schuppengebäude . 88,9 „ „ 52 „ „ 
Gegenwärtig sind vorhanden: 
ein Güterschuppen, wie oben; 
ein Fruchtschuppen 29,2 Meter lang, 14,89 Meter breit; 
„ „ 30 59 33 2/ ,, ,, 
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Neuntes Kapitel. 
Nord- und Westbahn. 
Die Aufträge der Regierung an ihre mit den Vorarbeiten für die württembergischen Stamm 
bahnen betrauten Oberingenieure enthielten weder Angaben über bestimmte Zielpunkte für den An 
schluss der Westbahn an die badische Eisenbahn noch über allgemeine Richtung derselben, wie 
solche für die Ostbahn (bei Ulm) und für ' die Südbahn (bei Friedrichshafen) und für die Nord 
bahn (bei Heilbronn) von der Regierung im voraus immer festgestellt waren. Erst waren die 
technischen, geographischen und die allgemeinen Verkehrsverhältnisse zu erheben, ehe zur Be 
arbeitung der Projekte, zu der Wahl der Richtung und der Anschlusspunkte an die Bahnen des 
Nachbarstaates getroffen werden konnte. Diese Erhebungen waren nöthig um den Lageformen des 
Landes rationellste Tracierung abgewinnen zu können und wiesen sodann auf einen Anschluss bei 
Kleinvillars oder Knittlingen hin, für welchen, wie die württembergischen auch die berufenen 
fremden Techniker Negrelli und Vignoles sich ausgesprochen hatten, nachdem sie sich über die 
dortigen Verkehrsinteressen wie auch über die baulichen Verhältnisse orientiert hatten. 
Dagegen petitionierte die Stadt und der Handelsstand von Heilbronn für Ausdehnung der 
Nordbahn nach Wiesloch, um den bestehenden und mit Erbauung der Eisenbahnen weiter an 
fallenden Transitverkehr für sich zu erhalten oder zu gewinnen. Die Bahn Bietigheim—Bruchsal für 
-eine unzweckmässige Vermittelungslinie erklärend, rechneten sie zur Unterstützung ihres Gesuches 
zugleich auf Mitwirkung der Bewohner des Nagold- und Würmthals, der Stadt und Umgebung 
von Pforzheim und erfuhren von diesen Korporationen wie auch von Seiten der Grossherzoglich 
badischen Verwaltung über längere Zeit Unterstützung. 
Die württembergische Regierung nahm infolgedessen Veranlassung, neben den beiden 
Linien Thamm—Pforzheim und Thamm—Kleinvillars auch die Bahnen Feuerbach—Pforzheim und 
Heilbronn—Wiesloch bearbeiten zu lassen. 
Auf die Ergebnisse dieser Erhebungen gründete sich nun ein Gutachten Etzels vom 
30. Oktober 1848, welches dahin ging, dass die Zerlegung der württembergischerseits in Aussicht 
genommenen Bruchsaler Westbahn in eine westliche und in eine nordwestliche Richtung unüber 
windlichen Hindernissen zwar nicht begegnen, dass aber mit der Ausführung derselben auch keinerlei 
Gewinn erzielt würde, der mit den zu bringenden Opfern in richtigem Verhältnis stünde, dass 
an Länge erhalten würden die Strecken:
        

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