Title:
Die Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen
Creator:
Morlok, Georg
Shelfmark:
1Ma 315
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1537772834592/86/
h) 
i) 
k) 
l) 
ein Magazinsgebäude, früher Einladeschuppen f ^ 
eine Wagenremise, früher Ausladeschuppen 1 
eine Lokomotivremise, 160 Fuss lang, 6o Fuss breit (1862 erbaut); 
Werkstättegebäude, und zwar: 
ein Flügel 116 Fuss lang, 57,9 Fuss breit 
33 33 T 35 33 33 45,6 33 33 
j, 77 „ „ 59 „ „ 
wie früher; 
„ „ 96 „ „ 63 „ „ neu erbaut; 
m) ein Dienstwohngebäude, altes Verwaltungsgebäude 1 
n) „ „ „ Postgebäude V wie früher; 
o) „ „ „ Poststallgebäude * 
Auf dem Hafenbahnhof sind an grösseren Gebäuden erstellt: 
p) ein Fruchtschuppen 100 Fuss lang, 22 Fuss breit (1864 erbaut); 
q) ein Lagerhaus am Winterhafen, 102,4 Meter lang, 19,2 Meter breit (1875 erbaut). 
II. Bauperiode. 
Elftes Kapitel. 
Westbahn. 
Technischer Referent: Oberbaurat Etzel; Administrativreferent: Finanzrat Renner; Bau 
periode: 1850—1853. 
Mit der oben beschriebenen Ausmittelung des Scheidepunktes der Nord- und Westbahn 
auf Bahnhof Bietigheim war auch die Situierung und Höhenlage des Enzviaduktes bestimmt. Sie 
ergab sich aus der Höhenlage des Bahnhofs Bietigheim und dem Gefälle der West- und Nord 
bahnen von 1 : 100 zu der Brücke. Nachdem eingehende Untersuchungen über die Terrains-, 
Bevölkerungs- und sonstigen Verhältnisse ausser Zweilel gestellt, dass die Führung durch das Metter- 
thal über Maulbronn nach Knittlingen oder Kleinvillars an die badische Landesgrenze, nach Bruchsal 
oder nach Pforzheim geeignete und zweckmässige Richtung erhalten konnte, wurde württem- 
bergischerseits wie auf den Anschluss bei Bruchsal so auf die Führung der Bahn im Metterthale 
hingewirkt, -während Baden, da es eine Verbindung mit Pforzheim ins Auge genommen hatte, die 
Richtung nach Illingen und Maulbronn vorzog. Es war somit zwischen diesen Richtungen Verein 
barung zu treffen. Die Längen der beiden Bahnen Bietigheim—badische Landesgrenze durch das 
Metterthal und über Knittlingen waren an sich und abgesehen von den badisch-württembergischen 
Gebieten nahezu gleich, dagegen wäre die Bahn Bietigheim—Pforzheim durch das Metterthal für 
Baden um 1 ‘/a Stunden länger geworden, weil die Abzweigung nach Pforzheim einen Umweg gegen 
den Eckenweiher Hof (Mühlacker) nötig gemacht hätte. Die Anlagekosten der Bahn durch das 
Metterthal waren berechnet von Bietigheim bis zur Landesgrenze bei Kleinvillars zu 3989800 fl., 
über Knittlingen einschliesslich eines definitiven Bahnhofs Knittlingen zu 4597 101 fl. Die mehr 
fachen Vorteile, welche die Bahn durch das mehr bevölkerte Metterthal boten, die besseren Stei 
gungsverhältnisse etc. luden dringend ein, dieselbe für die Ausführung zu wählen. 
Dem gegenüber hielt aber die grossherzoglich badische Verwaltung an der Linie über 
Illingen fest. Nach Erwägung aller, auch der lokalen und politischen Verhältnisse, wie sic sorg 
fältiger nicht vorgenommen werden konnten als es hier von Oberbaurat Etzel geschah; insbesondere 
auch nach Erwägung des zuvor minder gewürdigten Umstandes, dass die Gegend um Pforzheim 
und diese Stadt selbst ihren wohlbegründeten Anspruch auf eine Eisenbahn früher oder später 
durchsetzen werde, wurde das Projekt über Illingen aufs neue bearbeitet und hierdurch der Abschluss 
eines Staatsvertrags mit der grossherzoglich badischen Regierung vorbereitet.
        

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