Title:
Die Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen
Creator:
Morlok, Georg
Shelfmark:
1Ma 315
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1537772834592/91/
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Der jetzige Wechselbahnhof Bretten hat eine Länge von 1450 Meter und 84 Meter Breite. 
Erstellt sind auf demselben: 
ä) 
eine württembergische Lokomotivremise 
33,29 Meter lang, 
13,09 
Meter breit; 
b) 
ein gemeinschaftlicher Güterschuppen . 
68,5 
33 
33 
11,14 
33 
33 
(der württembergische Teil). . . 
34,25 
33 
33 
11,14 
33 
33 
0 
ein Dienstwohngebäude 
1 3,5 
33 
33 
6,75 
33 
33 
d) 
ein „ 
15,0 
33 
33 
12,0 
33 
33 
e ) 
ein neues Dienstwohngebäude .... 
18 
33 
33 
10 
badisches Verwaltungsgebäude (prov.) 
59,6 
33 
3 3 
IO 
33 
33 
„ Lokomotivremise .... 
33 
33 
33 
14 
33 
33 
mit Anbau 17 
nebst drei badischen Dienstwohngebäuden. 
35 
33 
4 
33 
33 
II. Bauperiode. 
Zwölftes Kapitel. 
Ueberblick über die zweite Bauperiode. 
Mit der Westbahn waren die Stammbahnen zur Vollendung gebracht. Eine Anzahl von 
Aenderungen in der Richtung der von dem Oberbaurat v. Bi'thler und General v. Seeger bearbeiteten 
Bahnen war durch anderweitige Vorschläge der berufenen fremden Techniker und durch Um 
arbeitungen der Referenten Etzel, Klein, Knoll von der Königl. Eisenbahnkommission in die Pläne 
eingestellt und zur Ausführung gebracht. 
Erheblichste Abweichungen von ihrer erstmaligen Anlage hatte die sogen. Zentralbahn 
Esslingen—Ludwigsburg, zwar nicht auf Strecke Esslingen—Kannstatt, aber in ihren weiteren Teilen 
erfahren. Von Kannstatt war die Zweigbahn Kannstatt—Neckarthor—Stuttgart und die Linie 
Kannstatt—Neckarthal—Ludwigsburg aufgegeben, an ihre Stelle die Hauptbahn Kannstatt—Stuttgart— 
Feuerbach—Zuffenhausen—Ludwigsburg gesetzt, so dass jetzt Stuttgart die Haupt- und Zentral 
bahn des württembergischen Eisenbahnnetzes darstellt. Die Ostbahn war von Esslingen nach Geis 
lingen auf die rechte Seite des Filsthaies, von der Ausbiegung in das Wiesensteiger (obere Filsthal) 
ganz abgerückt und auf rechter Seite des Rohrachthals zum Steighof geleitet. 
Von hier die frühere Linie über Lonsee und Westerstetten einhaltend, hatte sie von letzterem 
Orte an Beimerstetten, an Jungingen und Oerlingen vorüber, statt früher über Bollingen, Mähringen 
und Ehrenstein Richtung nach Ulm erhalten. Blieb die Südbahn mit Ausnahme der Kürzung 
bei Waldsee unverändert, so waren jetzt die West- und Ostbahn von Stuttgart über Zuffenhausen, 
Kornwestheim, Ludwigsburg an Asperg vorüber bis Bietigheim zusammengelegt, um dann als Nord 
bahn über Besigheim, Kirchheim, Lauffen nach Heilbronn; als Westbahn über Vaihingen, Illingen, 
Mühlacker, Bretten und Bruchsal ihr Ziel zu erreichen, und auf der Station Mühlacker Gelegenheit 
für Ablenkung nach Pforzheim zu linden. 
Die gebauten Bahnen waren so billig als möglich angelegt. Alles Bauwerk war einfach 
und rationell ausgeführt. Solid, aber fast naiv einfach waren die Hochbauten angelegt. Die Bahn 
wärterhäuser III. Klasse hatten nur einen Vorplatz mit einem Herdchen und eine Wohnstube, 
gerade gross genug für einen unverheirateten Wärter; aber auch die für grösseren Haushalt be 
stimmten Bauten dieser Kategorie waren wie in einfachsten Bauformen so in knapp bemessenen 
Räumen erstellt. Die Stationsgebäude waren so bemessen, dass sie den augenblicklichen Anforde 
rungen genau entsprachen. Als wider Erwarten ein lebhafterer Verkehr eintrat, mussten (wie in 
anderen Ländern) manche derselben erweitert werden, ohne dass jedoch dadurch grosser Kosten-
        

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