Title:
Die elektrischen Eisenbahnsignale mit besonderer Berücksichtigung der K. Württembergischen Staatseisenbahnen
Creator:
Hassler, A.
Shelfmark:
1E 208
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1537773233267/71/
  
  
Zugmeldeapparate. 61 
lässt ‚diesen dem Telegraphisten zustellen, worauf die Ab- 
telegraphierung erfolgt. ‚Der Zettel bleibt beim Telegra- 
phisten, Andere, durch die Zugmeldeapparate zu vermittelnde 
Telegramme, insbesondere diejenigen über Kreuzungs- und 
Überholungsverlegungen sind in das „Telegrammbuch“ einzu- 
tragen oder auf; ein gewöhnliches Bahndienstformular nieder- 
zuschreiben. . (Im übrigen zu vrgl. die Anweisung für Be- 
dienung und Unterhaltung der Zugmeldeapparate (Distanz- 
apparate) Anhang VIII zu den Fahrdienstvorschriften.) 
Die. telegraphische Korrespondenz selbst wird folgender- 
massen eingeleitet. Zum Zweck des Anrufs tritt der Beamte 
auf denjenigen Hebel des Fussumschalters, welcher der be- 
treffenden Bahnrichtung entspricht und unterbricht darauf den 
Strom durch Heben des Morsetasters. Der Wecker der ge- 
rufenen Station, welcher nach abgefallenem Anker sich als 
Selbstunterbrecher des Stroms im kurzen Schluss der Stations- 
batterie befindet, tritt in Thätigkeit. (Der Wecker der rufen- 
den Station bleibt in Ruhe, weil der Strom der eigenen, sowie 
der fremden Linienbatterie beim Tasterheben unterbrochen 
wird.) Der Beamte der gerufenen Station tritt nach ‚einge- 
gangenem Klingelzeichen seinerseits den entsprechenden Um- 
schalthebel nieder und meldet sich unter Nennung des Sta- 
tionsnamens mit dem Morsetaster. 
Der telegraphische Verkehr findet‘ nur von Station zu 
Station statt; da die Läutewerksleitung von beiden Seiten 
her auf jeder Station zur Erde führt. Während der Ruhe 
zirkuliert der Strom von 8—12 Zink-Kupfer-Elementen. von 
der oben beschriebenen Form, welche  gleichmässig‘ auf die 
beiden Stationen verteilt sind, bei eingeschalteten Apparaten 
tritt. eine Lokalbatterie von 2 Elementen noch hinzu. Damit 
die Läutewerke, welche sich beständig: im Batterie-Strom- 
kreis befinden, nicht zur Auslösung kommen, müssen die 
Spiralfedern der Läutewerks-Elektromagnete so stark gespannt 
sein, dass der Auker nicht angezogen wird. Dagegen müssen 
die Ankerfedern der‘. gleichfalls im Stromkreis ‚liegenden 
Klingelwerke so. reguliert‘ werden, dass der Anker von. den 
  
  
  
  
  
  
 
        

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