Full text: Die elektrischen Eisenbahnsignale mit besonderer Berücksichtigung der K. Württembergischen Staatseisenbahnen

  
  
Apparate zur Kontrolle d. Fahrgeschwindigkeit d. Züge. 79 
Gruppen von. farbigen Punkten, unter Zugrundlegung der 
Minutenmarken, gestatten die Ermittlung der Fahrzeit nicht 
allein zwischen ‚zwei benachbarten Tastern, sondern auch der 
Jesamtfahrzeit der zu: kontrollierenden Strecke. 
Die Kontrollzeichen können, weil die Züge mit ver- 
schiedener Geschwindigkeit zu fahren haben, nicht in gleichen 
Entfernungen ‚auf dem Streifen erscheinen, d. h. gleich lange 
Streifenstücke beschreiben, es sind deshalb. zur raschen Aus- 
führung der Kontrolle für die verschiedenen Zugsgattungen 
und Bahnstrecken mit ungleichem Gefälle Massstäbe in der 
Form eines Lineals im Gebrauch, mittels welcher die ent- 
sprechenden Fahrzeiten für, Schnellzüge, Personen-, Güter- 
züge etc. sowohl im ganzen als zwischen den einzelnen 
Tastern in Minuten und Sekunden. vom Streifen abgelesen 
werden ‚können. 
Bezüglich der Ausführung, der Kontrolle bestimmt. die 
bestehende Anweisung noch folgendes: die kontrollierende 
Station hat, sobald mittels der Läutewerke oder eines andern 
elektrischen Signals der, Abgang eines Zugs von dem oberen 
Ende. der Strecke gemeldet ist, den Apparat, falls er nicht 
mit der Einrichtung einer ununterbrochenen Bewegung des 
Papierstreifens versehen ist, wie bei den hienach näher be- 
schriebenen - Siemensschen  Kontrolluhren, oder mit. dem 
Geben ‚des: Läutewerkszeichens ausgelöst wird (Stuttgart— 
Hasenberg), in Gang zu ‚setzen. Auf, dem Streifen ist bei 
jeder einzelnen Kontrolle die Nummer des Zugs oder der 
leerfahrenden. Lokomotive, sowie das Datum mit Tinte. zu 
notieren, auch der Anfang und das Ende der Fahrt beson- 
ders zu bezeichnen. Nach dem Passieren des letzten Rad- 
tasters ist. die Geschwindigkeit sowohl. im ganzen als auch 
zwischen. den einzelnen Tastern mittels des Massstabs zu 
ermitteln und zu verzeichnen. . Die Massstäbe enthalten nicht 
die vorgeschriebene ordentliche Fahrgeschwiadigkeit, sondern 
die äusserste für die betreffende Strecke noch zulässige, eine 
geringe Überschreitung der auf dem Massstab bezeichneten 
Fahrgeschwindigkeit würde daher in Wirklichkeit schon, eine 
  
  
 
	        

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