Full text: Geschichte der Stadt Stuttgart

Bis ins 16. Jahrhundert -M 
II. Ausgaben. 
pfund 
Schillinge 
heller 
üaglöhner 
501 
3 
8 
führung 
668 
6 
8 
Megbefetzer 
118 
6 
— 
Kalk und Ziegel 
125 
15 
8 
Sand 
9 
12 
10 
Mauer- und Befetjsteine 
64 
11 
8 
Hol; und Bretter 
163 
13 
6 
Zimmerleute 
294 
4 
8 
Maurer und Decker, Steinmetzen .... 
. 870 
11 
— 
Zehrung 
170 
I 
2 
Der Stadt Gülten 
1 82 
8 
— 
Handwerksleuten 
232 
11 
6 
Stadtfchaden 
1790 
— 
8 
Steuerabgang 
28 
18 
— 
Gemein Ausgeben 
1834 
9 
1 
Gesamtausgabe . 
7054 
H 
1 
Remanet die Stadt den Bürgermeistern 
32 
7 
4 
Da;u kommen noch: Einnahmen an Mein ... 41 Eimer 4 Jmi 6 Maß 
Ausgabe (von äen fronern 
verbraucht) 26 Eimer 4 Jmi 6 Maß 
Remanent die Bürgermeister . . 15 Eimer. 
Von den Einnahmen fei zunächst auf den größten Posten, die Steuer, hingewiesen. Mie 
oben erwähnt, betrug die regelmäßige, jährliche Staatsfteuer der Stadt 1300 Pfund Heller; die 
Stadt, die diese Summe als Ganzes zu bezahlen hatte, legte feit 1450 immer über 2000 Pfund 
um und verwendete den Überschuß für ihre eigenen Zwecke. Die Anlage der Steuer war Sache 
der sieben „Steuersetzer“, einer jährlich neugewählten Kommission, die aus vier Mitgliedern des 
Gerichts und drei Mitgliedern des Rates bestand. Sie fetzten die Steuer jährlich auf Martini. 
Steuerpflichtig war bis ins 16. Jahrhundert nur der liegende Besitz, Grund und Gebäude, erst 
später wurde auch der Erwerb berücksichtigt. Dur wer gar nichts Liegendes hatte, mußte einen 
kleinen Betrag als Kopfsteuer bezahlen. Den Einzug der jährlichen Steuer besorgten bis zum 
Anfang des 16. Jahrhunderts zwei besondere Steuerfammler, während er jetjt den Bürgermeistern 
übertragen wurde. Die Steuer war auf Martini fällig; wer bis St. Nikolaustag (6. Dez.) feine 
Steuer nicht erlegt hatte, mußte am folgenden Cag die Stadt verlassen und durfte nicht wieder 
kehren, ehe er feine Schuldigkeit bezahlt hatte. Blieben auswärtige Besitzer im Rückstand, so 
wurden sie zunächst gemahnt; nach weiteren vier Mochen waren ihre Güter der Stadt heim- 
gefallen. Mit der Steuer hängt wohl such der weitere Einnahmeposten „Jnventi“ zusammen: 
die Steuerbücher verzeichnen in der Regel einen Dachtrag „Gefunden“ oder „gefundene Steuer“ ; 
es scheint sich dabei um nachträgliche Besteuerung solcher zu handeln, die bei der Hauptanlage 
mit oder ohne Schuld der Steuer entgangen waren. Die Klarheit der Rechnung leidet not durch 
den großen Posten, der als „gemeines Einnehmen“ zusammengefaßt ist; er reduziert sich da 
durch, daß hier die gesamte Jahresfteuer von 1300 Pfund Heller unter den Einnahmen 
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