Volltext: Die östlichen schwäbischen Landesteile (1)

107 
hundert jahr hero vorhanden, durchgangen und sovil befunden, 
das dißfalß allweg ein wachbahres aug uff die verbrecher gehalten, 
selbige uff betretten der gebühr und verschulden nach von gemeinds 
wegen abgestraft worden, damit aber auch die alte straffen in 
etwaß specifieiert und selbigem nach gelebt werden möge; zaigt 
sich nachfolgendes: 
Ein frembde fuhr so der gemeind zue schaden gefahren wie 
under anderm von Invocavit 1621 bis dahin 1622 zue sehen: 
p-: ein gulden. 
LO Wan ein inwohner zue schaden fährt: von 7 bis 10 und 14 kr. 
oder auch höher nach dem das verbrechen. 
Von jedem stuck vich so zue schaden geht oder graset: 
7 oder 10 kr. Jede person, so zue schaden graset, durchgehends 
den alten rechnungen gemeß: 7 kr. 
Wan etwaß von gemainds wegen bey gewiser straf ver- 
botten würdt, hat es bey der benambsten straff sein verbleiben. 
Wan ein schaden also groß, das derjenig, dem solcher 
beschehen, einen abtrag begehrt, ist solchen der so es gethan 
neben der gemeind straff nach befinden auch schuldig. 
20 Waß sonsten vermessene veldschäden, alß getraydstraiffen 
oder gar garben entfrembden und dergleichen anlangt, gehört 
solches gnediger herrschaft abzuestraffen zum ambt. 
Wan von der burgerschaft oder andern einer aus dem gericht 
geschmeht und iniuriert würdt, haben ein ehrsammes gericht von 
25 solchem einen abtrag nach büllicher erkanntnuß zu erfordern, doch 
gnediger herrschaft straff in allweg vorbehalten. 
Und soll man alter ordnung und der in anno 1626 beschehenen 
ambtlichen anstalt gemeß alle vier wochen des schadenhüeten, 
fahren und grasen halber einen strafftag halten und die straffen 
30 einzüchen, von den fremden aber gleich uff der stell die gebühr 
erfordern. 
Wan auch eine gemeindsversamblung angestelt und gehalten 
wirdt, solle ein jeder burger, deme das gebott trifft, selbsten er- 
scheinen und nit nur das weib oder kind schicken, das erstmahl 
35 bey straff 7 kr. und da es Ööffter geschicht alweg doppelt sovil. 
Da auch gemeindsanlagen oder gelter, so die burgermeister 
einzuenemmen und zue verrechnen haben, angekündt und darzue 
gewiser tag. benambst und gegeben wirdt, soll jeder sein gebühr 
und schuldigkeit den burgermeistern selbsten in ihr hauß oder 
10 wo sie es hinbegehren und anstellen einliffern oder da eins uff
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.