Title:
Die östlichen schwäbischen Landesteile
Creator:
Wintterlin, Friedrich
Shelfmark:
1J 1030-1
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1543223852681_1/167/
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) — 
(Art. 28 = 11/217 2 == I: 26) 
25.') So ein aucht eingeschlagen wurd, sollen die so roß 
und ochsen bevor haben und weiters keiner darein treiben, biß 
die vierer solches eröffnen bei straf 1 fl. und wo ein armer etwas 
zu fahren hat, sollen sie ime umb ein zimblichen pfennig hergegen 
fahren und welcher wisen in der aucht hat, der soll dieselbige 
auf Jacoby raumen bei straf 1 fl. 
26. Wo man an gemeinen herbstwisen etwas einschlecht, so 
sollen die vierer bei straf 2 fl. nichts davon verkaufen, sonder 
10 ein gemeind darumb spilen lassen, es were dann, das brach- 
fürschwel verhanden und einer das sein nit selbst umb ein gleichen 
pfennig begert oder annemmen wil, so mögens die vierer einem 
andern ohne gespilt verkaufen. 
(Ant = 178 = 1,6) 
29. Es solle auch in allen gassen, wie sie namen haben, 
niemand nichts mehr an gassenkot zusammenscheiffeln oder hin- 
weckfüehren bei straf 1 fl. 
(An. 30 =. 1,5.) 
31. Welcher flachß in die weyher legen wurd (dann es sonsten 
20 der viehe tranck nachtheilig) soll umb 1 fl. gestraft werden. 
32. Soll keiner kein flachß in der stuben dörren noch sonst 
bei dem liecht bereiten bei straf 2 fl. 
(Art. 53 = 1,31.) 
34. So in einer gemeind von den undergängern etwas under- 
25 gangen und einem oder mehrern etwas abgangen wurd, es weren 
zeun, höcken oder anders, welcher sich beschwert, haben die vierer 
solches macht hinweck zu reissen bei straf 1 fl. 
35. Welcher ein oder mehr seine pferd, bei tag oder der 
nacht, ohne gehüetet auf die weid schlecht, die pferd seyen 
30 sehend oder blind, so solle derselbig einer gemeind straf geben 
1 fl. und dem oder denen, so schaden geschehen, denselben 
schaden ablegen. 
(Art. 36 = 1,847 37 = 1,02) 
38.?) Es sollen die hirtenmeister zu rechter zeit den kühen 
35 die hörner abschneiden und sollen durchs ganz jar mehr nit dann 
3 fl. zu verzehren haben, und wan die pfrüenden sollen angelegt 
werden, so sollen die hirtenmeister sambt dem hirten vor einer 
yanzen yemeind stehen und alles viehe aufzeichnen und alßbalden 
1) Vgl. 1. 35. 
?) Vgl. 1. 34. 
Wintterlin, Ländliche Rechtsquellen. 
10
        

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