Title:
Die östlichen schwäbischen Landesteile
Creator:
Wintterlin, Friedrich
Shelfmark:
1J 1030-1
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1543223852681_1/168/
146. — 
auch die pfrüenden anlegen lassen und da einer under inen, er 
sei _hirtenmeister oder hirt, unrecht erfunden, so solle jeder umb 
1 fl. gestraft werden, entgegen, so solle man under den zwen 
hirtenmeistern järlich ein hirtenmeister außsezen und solle das ein 
jar die gemeind das ander jar der hirt ein neuen auß der gemeind 
nemen. 
(Art. 39 = 1,38.) 
40. Wan der hirt eintreibt und darunder geloffen und das 
sein viehe einem oder mehr (außgenommen frembt viehe biß es 
eingewonet) also auffangt und daß ander viehe dardurch in gefahr 10 
umbgeiagt, solle derselbig oder dieselbigen zur straf geben 1 ort. 
41. Welcher landfarend gesind oder sonst arme leut lenger 
denn drey nächt behörbergt, der solle umb 1 fl. gestraft werden. 
42. Wo ein armer, krummer oder lamer mensch gebrocht 
wurde, so sollen die lehener, wie die wach nocheinander, sie 15 
underschleifen und underhalten und entgegen die bauren solche 
nach andern flecken hinaußfüehren ; und welcher sich desen wider- 
sezen solte oder würde, der soll umb 1 fl. gestraft werden. 
43. So hat auch ein gemeind sambt der ganzen pfarr in und 
alleweg und jedes jar besonder die heiligenpfleger und ein schul- 20 
meister oder meßner selbsten gewält und angenommen und jörlich 
auf Invocavit, da auch die heiligenrechnung beschehen, alwegen 
der meßner die kürchenschlüssel auf den predigtstul getragen und 
ein ganze pfarr widerumb umb den schul- oder meßnerdienst 
gebeten, hat man noch der pfarr willen und gutachten widerumb 25 
neue heiligenpfleger auch selbigen oder ein andern meßner auf- 
genommen, dessen sich kein pfarrer beladen; da aber ein schul- 
meister oder meßner dem pfarrer nit annemblich, so sollen sie die 
gemeind dem pfarrer ein andern erwehlen, 
44. Und hat der meßner jörlich jeden in der pfarr so ein- 80 
zuschneiden hat umb ein garb, wie sie in den zehenden auß- 
gezelet und gegeben werden, zu pitten, alßdann so solle ime die 
selb gevolgt und gegeben werden. 
45. So hat die gemeind bishero noch von ruben und omet 
niemalen kein zehenden geben, wie auch pillich niemalen nichts 85 
begert worden, so solle dasselbig firterhin oder immerzu auch 
darbey verbleiben. 
46. Und nochdeme eine gemaind ao. 1596 auf irem gemeinen 
freyloß ein plaz eingefangen und ein krautgarten gemacht, dar- 
von weder bei geistlichen noch weltlichen kein hauß, so gemeind- 40
        

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