Volltext: Die östlichen schwäbischen Landesteile (1)

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dependiret einer jeder herrschaft besonders auf ihren heusern 
und gütern in- und ausserhalb etters zu dorf und feld, soweit 
jeden hohen teils felder, marckung, zwang und bänn gehen, nichts 
davon ausgenommen, von alters her indisputirlich zuständig ist, 
also auch dieselbe in zukunft einem jeden hohen theil auf dem 
seinigen ungehindert des andern theils jedesmahlen privative zu 
exerciren gebühren solle; hingegen stehet drittens dem hochfürst- 
lichen stift Ellwangen die hohe und niedere obrigkeit auf der 
gemeinde zu Oberkochen, nemlich denen gassen, weegen und 
steegen, gemeinen plätzen, allmanden, weyden, wäldern, hölzern 10 
und all anderem, was dem gemeinen flecken zugehöret, zu Wasser 
und zu lande privative zu, als welche das herzogliche haus 
Württemberg nun hinfüro nicht weiter anzufechten begehret, 
sondern vielmehr in zukunft hiermit anerkennet; es wird aber 
1. dannoch hochgedachtem herzoglichen hauß Württemberg 15 
zugestanden, nicht nur die nacheyle gegen die in dem kloster 
Königsbronnischen antheil zu Oberkochen zu dorf und feld sich 
vergehende und sich auf die gemeind flüchtenden criminaldelin- 
quenten, sondern auch derselben ab- und durchführung, allenfalls 
auch armata manu, über dasige gemeindplätze (gegen alleinige dem 20 
Ellwangischen schultheißen zu Oberkochen oder dessen amt- 
verwesern allda von dem Württembergisch daselbstigen schultheißen 
nur jedesmahl vor würcklicher abführung mündlich beschehende 
anzeige) ganz unverwehrt und ungehindert ausüben zu lassen, 
gleichwie auch hochermeltes herzogliches haus Württemberg gegen 
ebenerwehnte von dessen schultheißen zu Oberkochen an den El- 
wangischen daselbsten zu thun habende mündliche anzeige befugt 
sein solle, in fällen da es zu coercirung eines oder des andern 
seiner ungehorsamen unterthanen den- oder dieselbige von dem 
Königsbronnischen antheil ‚nach Königsbronn oder Heydenheim 80 
abführen zu lassen nöthig erachtet, solches ebenmäßig mit ge- 
waffneter hand ungehindert bewürcken zu lassen. 
Desgleichen solle auch 2. jetzgedachte dem hochfürstlichen 
stift auf der gemeind zustehende hohe und niedere obrigkeit dem 
herzoglichen hauß Württemberg an seinem auf ersagter gemeind 35 
ratione exercitii religionis Augustanae confessionis et liberi et 
publici hergebrachten befügnüssen wie auch in participirung der 
helfte von allen und jeden auf der gemeind fallenden strafen, nicht 
weniger in ansehung der infra besonders verglichenen sogenannten 
gemeinds- oder dorfsherrschaft, auch ratione juris forestalis, 40
	        

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