Full text: Die östlichen schwäbischen Landesteile (1)

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4. Trochtelfingen. 
In Trochtelfingen (jetzt OA. Neresheim), ca. 7 km westlich 
Nördlingen, a. .d. Eger, dessen Ortsadel noch im 14. Jahrhundert 
vorkommt, sassen später mehrere Adelsfamilien in angeblich 
5 Schlössern, von denen aber, wie die folgenden Ehehaften 
zeigen, nur 3 wirkliche Edelmannssitze waren. Bedeutenderen 
Grundbesitz erlangten allmählich zum Teil durch Erwerb von 
jenen Öttingen (die verschiedenen Linien), die Klöster Kais- 
heim, Heilsbronn, Kirchheim €. R., die Reichsstädte Nördlingen 
(Spital) und Bopfingen (Heiligenpflege); Nördlingen hielt ein 10 
Gericht für seine Untertanen zu Trochtelfingen und in der Um- 
gegend zu Itzlingen, Baldingen (jetzt bayer. BA. Nördlingen), 
Dorfmerkingen, Weilermerkingen, Schweindorf, Dirgenheim, 
Härdtfeldtishausen hier, das im 18. Jahrhundert meist vom 
Spitalamt Nördlingen geleitet wurde. Die Grafen v. Öttingen 15 
behaupteten die hohe Obrigkeit (der gemeinschaftliche Land- 
vogt für das Oberamt Flochberg sass zu Tr.) und die niedere 
Gerichtsbarkeit mit Ausnahme der Gerichtsbarkeit auf den 
Gütern jedes Grundherrn. Die Dorfherrschaft, an der, wie aus 
der unten abgedruckten Untergangsordnung hervorgeht, zuzeiten 20 
alle Herrschaften teilnahmen, übte im 18. Jahrhundert der 
öttingensche Landvogt allein aus. Über die Bezeichnung 
Trochtelfingens als Freidorf s. das Ehehaft, mit Reichsunmittel- 
barkeit des Dorfs hat sie nichts zu tun, eine solche ist nirgends 
angezeigt. 
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I. Ehehaft. 
1525. 
Aus (A) einer gleichzeitigen Papierhs., 4., 16 Bl., 7 Bl. (s. Anm.), im 
fürstlichen Archive zu Wallerstein. Verglichen wurde (B) eine Abschrift aus dem 
17. Jahrh., im zu Nr. 14. Walxheim beschriebenen Öttinger Ehehaftenbuch Nr. 70 30 
S. 1425 bis 1436. Die Abweichungen einer gräf lich Öttingenschen Bestätigung vom 
Jahr 1584, die in einer gleichzeitigen (Fol., 16 Bl., 15 Bl.) und einer Abschrift 
vom Jahr 1646 (Fol., 8 Bl., 6 Bl.) ebendaselbst vorhanden ist, sind in den 
Anmerkungen (mit 1584 und 1646) angegeben. Eine weitere Erneuerung vom 
Jahr 1668 (in 2 Papierhs. aus dem 18. Jahrh., Fol., 26 Bl., 10 Bl. und kl. 4., 35 
24 Bl., 11 Bl. ebendaselbst) enthält mit Ausnahme der im Text abgedruckten
	        

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