Title:
Die östlichen schwäbischen Landesteile
Creator:
Wintterlin, Friedrich
Shelfmark:
1J 1030-1
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1543223852681_1/509/
v. Wöllwarthsche Orte. 
Die Freiherrn v. Wöllwarth, aus dem Wörnitztal bei Dinkels- 
bühl stammend, erscheinen in diesen Gegenden zuerst im Jahr 1376 
in Hohenstatt (ietzt 94. Aalen), das später an die Herrn v. Adel- 
mann kam (s, domt\ Sie scheiden sich in die Laubacher Linie 
(Hauptorte: TInterböbingen (jetzt OA. Gmünd), Laubach, [jetzt 
Freiherrlich ” F“nigsches Rittergut] Fachsenfeld, beide jetzt 
OA. Aalen) und d:° Lauterburger Linie. Diese, zu deren Besitz 
auch das seit 177° württembergische Städtchen Heubach unterm 
10 Rosenstein und © “ter zu Killingen, Westhausen, Dorfmerkingen 
(s. Ellwangen und ttingen) und Unterböbingen gehörten, schreibt 
sich von der Herrschaft Lauterburg. Um die Burg L., oberhalb 
des Dorf® Lautern (jetzt A. Gmünd) im Lautertal, einem linken 
Seitental des Remstals, 16,1 km östlich Gmünd, scheinen schon 
15 die Pfalzarafen von Dillingen (1128 Adalbert palatinus de Luter- 
burch) eine Herrsch“ft gebildet zu haben, zu der Güter zu Aalen, 
der nachmaligen Reichsstadt, zu Lautern, der Weiler Lauter- 
burg bei der Bur-, Güter zu Bartholomä auf dem Aalbuch süd- 
östlich Gmünd, die Burg Hohenroden bei Essingen mit eigenem 
20 Adel, Güter zu Essingen an der Rems gehörten. Über die Hohen- 
staufen ( Essingen erscheint in dem Verzeichnis der k. Steuer- 
einnahmen um 1240, vgl. V. Ernst, Die direkten Staatssteuern 
in der Grafschaft Württemberg. Württ. Jahrbücher für Statistik 
und Landeskunde. 1905. I. S. 56, Note 3.) kam die Herrschaft 
25 an die Hacken v. Wellstein, dann an die Grafen v. Öttingen, 
unter denen adelige Vögle zu Lauterburg genannt werden. Von 
ihnen erkaufte sie 1360 K. Karl IV. und trat sie am das Reich 
ab. Infolge nicht ahgelösten württembergischen Pfandbesitzes 
konnte Württemberg 1413 Lauterburg und Essingen an Georg 
30 v. Wöllwarth, der schon 1401 Hohenroden erworben hatte, ver- 
pfänden bezw. 1479 als württembergisches Erblehen vorbehältlich 
der Rechte des Reichs verkaufen. In einigen Orten mit zur Herr-
        

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