Title:
Die östlichen schwäbischen Landesteile
Creator:
Wintterlin, Friedrich
Shelfmark:
1J 1030-1
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1543223852681_1/511/
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1. Unterböbingen. 
Zu Unterböbingen (jetzt OA. Gmünd), 10,1 km ostnord- 
östlich Gmünd im Remstal, sass noch im 14. Jahrhundert Orts- 
adel. Fin Teil des Orts gehörte seit dem 14. Jahrhundert von 
Gmünder Geschlechtern her dem Kl. Gotteszell und andern 
Gmünder pia carpora. Der Ritterbesitz mit weiteren Gütern 
war seit dem 15. Jahrhundert wöllwarthisch und kam von wöll- 
warthschen Erben über Blarer v. Wartensee, v. Erolzheim, das 
adelige Fräuleinstift St. Stephan in Augsburg 1715 an das 
10 Kapitel in Ellwangen, blieb aber der Reichsritterschaft steuer- 
bar. v. Wöllwarth und ihre Nachfolger und Gmünd teilten sich 
in die Dorfherrschaft. 
il 
1. Gerichtsordnung. 
1499. 
Aus einem gleichzeitigen Pergamentlibell, kl.-Quart, 10 Bl., im K. Staats- 
Ffilialarchiv. 
Uff Mitwochen vor Aller Gottes Hailigentag anno domini 99 
hat der edel und vest junkher Wolfgang von Welwart in beywesen 
der edeln und vesten seiner vettern junkher Jörgen und junkher 
20 Hainrichs von Welwart, ouch der ersamen und weisen Hansen 
Scheurers alten burgermaisters, Jacob Brügels des ratz und Rudolf 
Ästlis des stattschreibers zu Geminde zü Undernböbingen das ge- 
richte, so seiner vestikait von der küngklichen maiestet zü machen 
und zu haben vergunt worden ist, verordnet wie dann das von 
25 dem schulthaissen und den richtern zu Bäbingen oder Louben 3 
wa dann sein vestikait das haben wirt gehalten werden soll, wie 
danne von ainem stucke an das ander söllichs aigentlich hernach 
geschriben stet und erstlich so Vvolgent hernach die zwen aide 
des schulthaissen und der richter, wie sie die swern söllen als sie 
30 dann jetz getan haben und darnach das ander so zü dem gerichte 
dient und gehört und füro allweg thün söllent. 
') Laubach s. oben.
        

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