Volltext: Die östlichen schwäbischen Landesteile (1)

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Von der nacht- 
wayd. 
Vom feld 
in der erendt. 
Vom flurhay 
und hirten 
zu setzen. 
Ordnung von 
wißmedern. 
Ordnung vom 
brachfeld. 
Ordnung 
die feldung 
zu verbieten. 
Item als von der nachtwaid wegen zu hayen in der prache, 
des honnd die funf gewalt anzusehen und zu thun nach notturft 
armer und reicher. 
Wann‘) auch das feld verboten ist in der erend, wer dann 
das ainer fuer mit seinem wagen und pferden hinaus zu seinen 
schnitern und wenet sein korn wär berait oder mit in äße, so 
möcht er seine pferd wol essen lassen auf dem acker oder dem 
furschwöll bis im ein fuder korn berait wurd ungevärlich; wer 
aber, das sie der flurhay beschrie, so soll er geben, funf schilling, 
als oft er die beschreit, in obgeschribner masse, 
Wann auch das ist das. man flurhay oder hirten sezen soll, 
so sollent die funf ainer gemhaind furpringen, wer die seyen, die 
darumb. biten, gibt ain gemaind den funfern gewalt, daraus zu- 
nemen, das sollen sie thun, wer aber das nit, wen dann ain ge- 
maind oder der merer tail darzu nymbt, dabei soll es beleiben. 15 
Item”) von des wißmads wegen des do ligt in feldern, wan 
man das ainest mäet, so soll der, des das ist, es dasselb jar furbas 
nit mer niessen, dann das es der gemaind auf dasselb jar furbas 
gewertig soll sein. 
Es’ ist auch von alter herkomen, was in der marck zu 20 
Trochtelfingen ligt in der prach, es sey der edeln leut oder wes 
das sey, So hond die funf dasselb jar vollen gewalt das zu hayen 
an des dorfs nutz®). Ob auch das wär, das ainer schaden thät und 
das er darumb bessert wer worden von den funfern, so ist er 
darumb nichts mer schuldig zu thun. 
Wann auch das ist, das die funf das feld verbieten, alle 
dieweil sie es nit aufthuen, so soll niemand darein treiben oder 
reiten, noch nichts darin zu schaffen haben, bis das es die funf 
offentlich wider auf thund, wer aber das uberfuer, der wär verfallen 
des gebotes, das die funf darauf gesetzt hetend. 
') 1668: Wann das feld in der ernd noch .nicht geöfnet ist und einer 
mit fahren oder reiten schaden thäte, der solle fünf schilling verfallen sein. 
Item wenn bei einführung des getreids einer mit wagen und pferdt auf das 
sammeln warten müßte, so darf er seine pferdt unterdessen auf dem furschwell 
oder acker grasen. und fressen lassen bis ihme ein fuder korn bereitet‘ wird. 
Ungefährlich wäre aber, daß sie der fluhr beschreie, so solle er geben 5 schilling 
als oft er die beschreyet in obgeschriebenermaßen. 
?) 1668: Item die wiesen, welche in den feldern liegen, sollen diejenigen 
denen sie zugehören nur ein gras als das heu darauf und .das ‚ander gras als 
ohmet die gemaind zu genießen macht haben, 
3) 1668 der gyemaind zum besten zu nießen.
	        

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