Full text: Die östlichen schwäbischen Landesteile (1)

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4. Mögglingen, 
Zu Mögglingen (jetzt 0A. Gmünd), 13,2 km ostnordöstlich 
von Gmünd, an der Rems, erhielt 1142 hei seiner Stiftung durch 
die Cr“-fen v. Dillingen Kl. Arhaucen a. B. Besitz. Im Jahr 1449 
verkauften Fonrad und Tlrich ». Wöllwerth zu Leinroden das 
Patronat umd Pochte amd Yilter, darunter / Flurhayen- und 
Hirtenemt. die durch ihren Crossvater Georg v. Wöllwarth zu Lein- 
roden (2m0*} * 7° mät der einst Dillingenschen Herrschaft Lauter- 
burg-iosenstzin, & Wöllwarth, teils aus rechbergischem Besitz) 
an die Forrn v. Wöllwarth gekommen waren, an das Spital zu 10 
Gmünd. "ie andere Hälfte des £lurhayen- und Hirtenamts be- 
Sass schon FI. Cotteszell. Dessen Cüter räührten wohl namentlich 
vom Orteadzl her. dar noch im 4, Jahrhun A »orkommt. Gmünd 
behaz”tste nun Ce Gerichtsharkeit auf Am “-ssen und der Al- 
mende und die Dorfherrscheft vorzunsım. “herliess aber den 15 
Herrn © Wälwarth im Vartrag von 1534 die “erichtsbarkeit auf 
ihren noch ühriaen Besitzungen und ebenso. dem Kl. Anhausen 
durch einen Vertrag von 1542. Auf Crund es Mirten- und Flur- 
hayenamts verlangte Kl. Gotteszell von der Cemeinde Mögglingen 
eine jährliche Korngült; lange, schon im 15. Jahrhundert be- 
ginnende Streitigkeiten wurden endlich dahin entschieden, dass 
die Gemeinde die Korngült zu bezahlen habe, dagegen musste 
Kl. Gotteszell „alle jar zur frühlingszeit so der von Mögglingen 
hirt austreibt irem hirten einen hirtenhund stellen und den hund 
umb St. Martinstag wieder zu seinen henden nehmen“ (1523); 
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MH) 
Dorfordnung. 
1615. 
Aus einer Papierhs. des 18. Jahrh., Fol., Bl. 1- 19, Bl. 1—12, in der 
Gemeinderegistratur zu Mögglingen. Bis zu dem Art. „Junge vohlen“ stimmt 
diese Ordnung beinahe wörtlich mit der für Lautern (s. oben 8. 543) überein. 
Die Reihenfolge ist bei einigen Art. eine andere, unbedeutende Änderungen ergeben 
sich aus der Verschiedenheit der Herrschaftsverhältnisse, auch fehlen hier die 
dortigen Art, „Zehener“, „Fruchtbare böm“, und „Untergänger“. 
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Zu wissen und kund gethan seye männiglichen mit diesem 
briefe in libellweyse geschrieben allen denen, so ihn sehen, lesen
	        

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