Full text: Das Remstal, das Land am mittleren Neckar und die Schwäbische Alb (2)

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eins stirbt von dem andern ab, es sei gleich der mann oder das 
weih, und dieweil das pliben ehegemecht ledig und unverendert 
pleibt, so ist das den kindern den theil zu geben nit schuldig, 
wann sich aber das pliben ehegemecht wider verendert, so haben 
die ersten kinder über kurtz oder lang zeit macht, wann ir ge 
liebt, im vatter oder muetter zu der theilung zu zwingen und 
der vatter oder die muetter die kinder nit. 
Und so die thailung beschehen ist, so seind vatter oder 
muetter und die kinder die- andern erbfallen gesündert, sonder 
würdt damit nach gemeinem recht gehalten. 
Und nach der theilung so erben vatter und muetter die 
kinder und die geschwisterigt einander nit. 
4. Zainingen *) und Donustetten 2 ). 
Ist auch theilungsrecht doch dergestalt, wann ein ehegemecht 
vom andern mit tod abgangen und kinder hinder ihm verlassen, 
wann sich dann das beliben widerumb verenderte, so hette es 
alsdann mit den kindern ligend und fahrend guet, das von dem 
abgangen ehegemecht hier were, müessen theilen, also das einem 
als vil desselben als dem andern worden were, doch so hette daß 
beliben ehegemecht das guet, so es also mit den kinden getheilt 
hette. dennocht mit ziehunge der kind mögen nießen, biß die 
kind zu iren tagen kommen werend, alsdann so wer es inen iren 
theil zu geben schuldig gewesen; wann auch das vorgemelt, ehe- 
gemechit sich wider verendert und bei demselben auch kinder 
überkommen hette und dann tods abgangen were, so betten die 
selben und auch die ersten kind mit einander gleich geerbt und 
empfangen was von den zweien ersten ehegemechit hie und ver 
lassen wer und also in der maß für und für geerbt werden. 
2. Mittelstadt. 
Mittelstadt, 17,3 km nordwestl. Urach, über dem Neckar 
tal, j. (JA. Urach, kam seit. dem 13. Jahrh. namentlich von 
den Grafen v. Berg und Schelklingen zum grössten Teil an 
') 13,7 km östlich Urach, j. OA. Urach. 
2 ) 14,3 km ostnordöstlich_ Urach, j. OA. Urach. 
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