Full text: Abhandlungen

Ueber das farbige Licht der Doppelsterne ete. 21 
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stattet 
    
auf einige derselben hier aufmerksam: zu machen. 
Es erklärt sich hieraus ganz einfach: 
1. Warum von‘ den beiden Doppelsternen der grössere 
und somit wahrscheinlich beziehungsweise unbewegliche 
Central- oder Hauptstern fast ausnahmslos weiss, der 
gegebene dagegen meistentheils farbig erscheint! 
2, Warum in jenen Fällen, wo beide ziemlich gleich gross 
erscheinen, beide gefärbt sich zeigen! 
3. Weshalb in diesem letztern Falle der eine fast immer mit 
einem Lichte glänzt, welches dem obern Theile des 
Farbenspectrums zugehört (also grün, blau, violet), der 
zugehörige dagegen mit einer Farbe aus dem untern 
Theile desselben (also roth, orange oder gelb). [480] Denn 
] sichgrossen Doppelsternen kann füglich angenommen 
insbesondere, wenn sie sich um ihren gemein- 
;hen Schwerpunkt bewegen, dass der eine in der 
ıg begriffen ist, während sich der andere von 
  
  
   
   
  
  
  
  
  
rklärt sich hieraus äusserst einfach, warum die Farben 
nzelnen Doppelsterne mit der Zeit sich so bedeutend 
dern. So z. B. bezeichnet Herschel d. Ae. den schönsten 
Doppelstern des Nordens, nämlich y Leonis, den einen 
hön weiss und den dazu gehörigen W ‚eissröthlich, während 
Strume den Hauptstern goldfarbig und den Nebenstern 
rothgrün findet. Noch auffallender ist dieses bei dem 
Doppelstern y Delphini. Bei den so auffallenden und 
deutlichen Farben, goldgelb und blaugrün (sagt Mädler, 
Populäre Astronomie, S. 500) ist es sehr zu verwundern, 
dass sie Herschel ausdrücklich beide weiss nennt. — Wir 
aber müssen zu Folge unsers Erklärungsprineipes noch 
hinzufügen, dass eine Zeit kommen wird, wo diese Doppel- 
sterne sogar dieses ihr farbiges Licht wechselseitig aus- 
tauschen werden. Die Doppelsterne durchlaufen also 
während jeder ihrer Revolutionsperioden die Farbenscala 
des Sonnenspectrums, zum wenigsten einen "Theil der- 
selben. 
5. Es erklärt sich hieraus ferner das merkwürdige Verhalten 
der periodisch veränderlichen Sterne, und warum nament- 
lich die Farbe dieser Sterne gerade die rothe ist. Denn 
entweder sind sie an und für sich für uns unsichtbare 
Sterne (vielleicht wegen zu geringer Intensität oder zu 
langer Schwingungsdauer), die nur durch ihre gegen uns 
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