Full text: Abhandlungen

Ueber das farbige Licht der Doppelsterne etc. 29 
wird! — Denn kann man solche Wahrheiten noch bezweifeln, 
dann steht es schlimm, ‚selbst ‚um Pythagoras’ .Rechentisch! 
Die Ableitung der in meiner Abhandlung vorkommenden Formel 
ist allerdings durch eine falsche Accentuirung etwas undeutlich 
geworden. Allein Recensent hätte sich damit trösten sollen, 
dass eben jene Formel in jedem gewöhnlichen Rechenbuche, 
das auch nur von den Gleichungen des ersten Grades handelt 
(wie z. B. in Salomow’s Lehrbuch d. Element. Mathem. p. 414), 
dort wo eben jene Aufgabe von den Boten gelöst zu werden 
aller Umständlichkeit vorkommt! 
ne weitere Flüchtigkeitssünde begeht Herr Mädler ferner 
dadurch, dass er meint, er liefe Gefahr, sich in einen Streit 
jicksichtlich der verschiedenen Lichttheorien einlassen zu 
; er in eine weitere Untersuchung jenes Erklärungs- 
prineipes einginge. Hätte aber Recensent ‚diesen Gedanken 
auch nur etwas .reiflicher erwogen, so würde ‚er gefunden 
alles von den Farbänderungen Gesagte in ganz 
3 se in der einen wie in der. andern der verschie- 
ı Lichttheorien gelte. Wahrscheinlich hat es Herr Mädler 
‚sehen, dass der ganze Inhalt des ersten Paragraphen 
neiner Abhandlung sich [117] zunächst auf den in der An- 
merkung erwähnten Gegenstand beziehen sollte. Also abermals 
ein Beweis, dass Herr Mädler die in Rede stehende Abhandlung 
öchstens nur durchblättert haben konnte. 
Ueberhaupt scheint Recensent, wie dies ‚am besten ‚die 
re zeigen wird, rücksichtlich dessen, was er eigentlich an 
meiner Abhandlung tadeln wollte, bis zum letzten Augenblicke 
mit sich selber nicht recht ins Klare gekommen zu sein, und 
man vermisst überdies die einem Kritiker so wesentliche not“ 
wendige Gabe Gewandtheit, nämlich einen vorliegenden Stoff 
bis zur Durchsichtigkeit vor sich auszubreiten, und mit logischer 
Bestimmtheit und Sicherheit, die Wahrheit vom Irrthum, ‚ob- 
jectiv begründete W ahrscheinlichkeit oder deren Gegentheile 
von einem blossen subjectiven Dafürhalten oder subjectiven 
Verneinen zu sondern, und auf das Mass einer vernünftigen 
rthschätzung zurückzuführen. — Unmöglich hätte er sonst 
auch nur einen Augenblick anstehen können, die unwiderleg- 
liche und eben deshalb ‚vernünftigerweise gar nicht zu be- 
streitende Behauptung anzuerkennen, »dass vorausgesetzt, einige 
der Fixsterne bewegten sich gegen oder von uns weg, und 
vorausgesetzt ferner, die eine oder andere der bestehenden 
Ansichten über das Licht sei die richtige, dass, sage ich, 
    
   
  
  
    
  
  
  
  
      
  
  
 
	        

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