Full text: Abhandlungen

  
  
  
40 Christian Doppler. 
durch die rotatorische Ablenkung zunächst zwar in ABK' über- 
geht; da aber der Theil AMK’ von Strahlen, die nicht mehr 
durch die Atmosphäre gehen, erleuchtet wird: so reducirt sich 
der Schattenkegel auf den Theil AMB, und ein Mond, dessen 
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Fig. 3. 
Bahn RQ den Kegel schneidet, hat demnach nicht mehr den 
Schattenraum ab, sondern in Folge der rotatorischen Ab- 
lenkung nur jenen von ab zu durchlaufen. Aus Fig. 4 ersieht 
man, dass man in allen Fällen dieser 
Tl Art den Winkel 9 der rotatorischen Ab- 
* lenkung annäherungsweise dem Winkel & 
am Centrum gleich setzen darf. Bei 
DS » Jupiter ist dieser Winkel, wie wir ge- 
\ ;, sehen haben, 26”,86, bei unserer Erde 
dagegen nur 0,15 Secunden. Nun hat 
der nächste oder erste Jupitermond eine 
Umlaufszeit von 1 Tage, 18 Stunden, 
S 28 Minuten und 36 Secunden, der vierte 
a oder entfernteste aber eine von 16 Tagen, 
Fig. 4. 18 Stunden, 5 Minuten und 7 Secunden; 
der erste benöthigt demnach, um jene 
26,86 Raumsecunden zu durchlaufen, 3,166 Secunden Zeit, der 
vierte dagegen 29”,9088 oder nahe eine halbe Minute, — Die 
Verfinsterungen des vierten Jupitermondes treten also alle um 
nahe eine halbe Minute später ein und sind auch um eben so 
viele Secunden von kürzerer Dauer als dieses ohne die Rotation 
des Hauptplaneten unter übrigens völlig gleichen Umständen der 
Fall sein würde. In Beziehung auf die Verfinsterungen unseres 
Mondes zeigt die Rechnung, dass diese Verspätung nur 0,31 Zeit- 
secunden beträgt. — Wohl ist es wahr, dass die Unsicherheit 
 
	        

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