Volltext: Bauplatz und Werkstatt / Monats-Schrift der staatlichen Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1939, Bd. 34, Heft 1/12)

Zum Vierjahresplan: 
‚BAUSCHÄDEN" 29. Fortsegung 
BAUSCHÄDEN AN FENSTERLÄDEN UND HOLZFUSSBÖDEN 
Die Fensterläden. 
Die Klappläden eines Hauses sind der Witterung 
besonders stark ausgesegt und müssen daher aus 
gutem, trockenem harzreichem Holz (am besten 
Kiefer oder Lärche) ausgeführt werden. Sehr geeig- 
net wäre auch Eichenholz, das jedoch der hohen 
Kosten wegen nur selten in Frage kommt. Wird 
Fichtenholz verwendet, so ist die Haltbarkeit nur 
dann gewährleistet, wenn die Klappläden zweck- 
antsprechend konstruiert und mit einem guten, 
handwerklich einwandfrei ausgeführten Schuban- 
strich versehen sind. 
Die einfachste Form ist der Bretterladen mit Einschub- 
leisten (Gratleisten) Abb. 372. Seine Vorzüge sind 
neben der Billigkeit: vollständige Abdunklung und 
guter Schut gegen Kälte und Wärme. Bretterläden, 
die nicht durch ein stark vorspringendes Gesims 
geschütgt sind, müssen mit Hirnleisten aus Eichen- 
holz versehen werden, damit in das Hirnholz kein 
Regenwasser eindringen kann. Die Hirnleisten 
sollen mindestens 8 cm hoch sein. Auch in diesem 
Fall sind jedoch aus konstruktiven Gründen Ein- 
schubleisten notwendig. Um das „Arbeiten“ des 
Holzes zu ermöglichen, dürfen die Einschubleisten 
unter keinen Umständen geschraubt werden. Ganz 
sinnlos ist es Leisten ohne Grat aufzuschrauben. 
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Besonders beliebt sind z.Zt. Klappläden mit Jalou- 
sien. Je nach Ausführung unterscheidet man Läden 
mit überstehenden Jalousiebrettern und solche, bei 
denen die Jalousiebrettchen nicht über die Friese 
vorstehen. Im zweiten Fall wird die Staubablage- 
rung an der Wand vermieden, Ein neuerdings häu- 
iger verwendetes Profil mit drehbaren Jalousie- 
brettchen ermöglicht eine einwandfreie Verdunke- 
lung. 
Läden mit gestemmten Füllungen werden heute 
verhältnismäßig selten ausgeführt. Um das Ein- 
dringen von Regenwasser zu verhindern, müssen 
die Füllungen an der Unterkante überschoben wer- 
den (vergl. Abb. 373). Die Friese sollten mindestens 
18 mm stark sein.
	        
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